Photovoltaik und Silber – ein unterschätzter Zusammenhang mit großem Potenzial

Photovoltaikanlagen sind längst kein Nischenthema mehr – sie entwickeln sich zu einem zentralen Baustein der globalen Energieversorgung. Die Sonne liefert, wenn auch nicht immer sichtbar, kontinuierlich Energie. Entscheidend ist jedoch, dass diese Energie effizient genutzt wird. Genau hier kommt ein oft übersehener Rohstoff ins Spiel: Silber.

 

Warum Photovoltaik weltweit an Bedeutung gewinnt

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen nimmt rasant zu. Besonders in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung und begrenzter Strominfrastruktur zeigen sich die Vorteile deutlich. In Ländern wie den Philippinen entstehen großflächige Solarparks, die nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch wirtschaftliche Vorteile für die lokale Bevölkerung schaffen. Landwirte erhalten Pachteinnahmen, während gleichzeitig günstiger Strom für die Region bereitgestellt wird – eine klassische Win-win-Situation.

Auch in Deutschland zeigt sich der Wandel: Rund 18 % der heimischen Stromproduktion stammen inzwischen aus Solarenergie. Damit hat die Photovoltaik bereits traditionelle Energieträger wie Erdgas und Braunkohle überholt.

 

Die Schlüsselrolle von Silber in der Solarindustrie

Silber ist für die Photovoltaikindustrie unverzichtbar – und das aus gutem Grund:

  • Höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle
  • Hohe Korrosionsbeständigkeit für langlebige Anwendungen
  • Effiziente Lichtreflexion, die die Energieausbeute steigert
  • Exzellente Wärmeleitfähigkeit, die Leistungsverluste reduziert
  • Flexible Verarbeitung durch den Einsatz von Silberpasten

Diese Eigenschaften machen Silber zum idealen Material für die Herstellung leistungsfähiger Solarzellen. Pro Solarmodul werden aktuell etwa 10 Gramm Silber benötigt.

 

Nachfrageboom trifft auf begrenztes Angebot

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache:
Die Solarindustrie macht etwa 20–30 % des industriellen Silberbedarfs aus – bei einem Gesamtanteil von rund 70 % industrieller Nutzung an der globalen Silberförderung. Damit fließen etwa 17 % der weltweiten Silberproduktion allein in die Photovoltaik.

Im Jahr 2023 verbrauchten Hersteller von Photovoltaikanlagen bereits 4.000 bis 5.000 Tonnen Silber. Und das ist erst der Anfang: Prognosen gehen davon aus, dass Solarenergie bis 2030 zur dominierenden Energiequelle weltweit werden könnte.

 

Technologischer Fortschritt: Fluch und Segen zugleich

Die Branche arbeitet kontinuierlich daran, den Silberverbrauch pro Modul zu reduzieren. Effizientere Herstellungsverfahren und neue Materialien helfen dabei, Kosten zu senken und Ressourcen zu schonen.

Gleichzeitig entstehen jedoch neue Technologien wie bifaziale Solarzellen, die sowohl Vorder- als auch Rückseite zur Energiegewinnung nutzen. Diese steigern zwar die Effizienz deutlich, erhöhen aber wiederum den Silberbedarf pro Anlage.

Das Ergebnis: Einsparungen auf der einen Seite werden durch Innovationen auf der anderen Seite teilweise wieder kompensiert.

 

Recycling wird zur Pflicht

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Wiederverwertung. Aktuell sind weltweit rund 5 Millionen Tonnen Solarmodule installiert, die enorme Mengen wertvoller Rohstoffe enthalten:

  • 3,5 Millionen Tonnen Glas
  • 600.000 Tonnen Aluminium
  • 25.000 Tonnen Kupfer
  • 150.000 Tonnen Silizium
  • 18.000 Tonnen Silber

Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ISE arbeiten intensiv daran, Recyclingprozesse zu verbessern. Denn klar ist: Silber ist – anders als Papiergeld – ein endlicher Rohstoff.

Silber bleibt strategisch relevant

Die Entwicklung der Photovoltaik zeigt eindrucksvoll, wie eng technologische Innovation und Rohstoffmärkte miteinander verknüpft sind. Trotz Effizienzsteigerungen dürfte die Nachfrage nach Silber langfristig hoch bleiben – insbesondere durch den globalen Ausbau erneuerbarer Energien.

Für Anleger bedeutet das: Kurzfristige Preisschwankungen sind in diesem Markt normal. Langfristig jedoch sprechen viele Faktoren für eine stabile bis steigende Nachfrage.

Oder, um es mit den Worten eines erfahrenen Einkäufers zu sagen:
Der Gewinn liegt im Einkauf.

 

 

Warum schwankt der Silberpreis aktuell so stark?

Die starken Schwankungen beim Silberpreis beschäftigen derzeit viele Anleger. Während Silber über längere Zeit eher im Schatten von Gold stand, rückt das Edelmetall aktuell zunehmend in den Fokus von Investoren, Industrie und Politik. Die Gründe dafür sind vielfältig – und sie reichen von geopolitischen Entwicklungen über strukturelle Angebotsdefizite bis hin zu spekulativen Marktbewegungen.

Ein kleiner Markt mit großer Wirkung

Bereits im letzten Blogbeitrag habe ich erläutert, wie institutionelle Marktteilnehmer einen vergleichsweise kleinen Markt wie den Silbermarkt beeinflussen können. Im Vergleich zu Gold ist der Silbermarkt deutlich kleiner – etwa nur ein Zehntel so groß. Dadurch können größere Kapitalbewegungen stärkere Preisreaktionen auslösen.

Als Sammler von Silbermünzen lässt sich zudem eine weitere Entwicklung beobachten: Die Seltenheit des Metalls wird zunehmend sichtbar. Ein Beispiel sind deutsche Sammlermünzen mit einem Nennwert von 20 Euro. Während der Verkaufspreis inzwischen auf rund 35 Euro gestiegen ist, wurde gleichzeitig der Silbergehalt reduziert – von früher 925/1000 auf heute nur noch 444/1000 Anteile.

Solche Entwicklungen sind historisch keineswegs neu. Bereits im Römischen Reich wurde der Silbergehalt von Münzen über mehrere Jahrhunderte drastisch reduziert – von etwa 950/1000 auf nur noch 7/1000. Die Geschichte zeigt: Wenn Edelmetalle knapp werden, verändert sich auch die Geldpolitik.

Politische Faktoren und strategische Rohstoffe

Ein zentraler Treiber der aktuellen Preisbewegungen ist die geopolitische Bedeutung von Silber. Das Metall wird zunehmend als kritischer Rohstoff eingestuft – auch in den USA.

Gleichzeitig kontrolliert China den Export vieler strategischer Rohstoffe zunehmend stärker. Die Fachvereinigung Edelmetalle warnt bereits vor möglichen Versorgungsrisiken für europäische Schlüsselindustrien. Entsprechend wird derzeit intensiv darüber diskutiert, Recyclingprozesse für Edelmetalle zu verbessern. Die aktuellen Preise machen solche Maßnahmen wirtschaftlich deutlich attraktiver als in der Vergangenheit.

Globale Verschiebungen im Finanzsystem

Parallel dazu lässt sich weltweit eine Entwicklung beobachten, die häufig als De-Dollarisierung bezeichnet wird. Mehrere Länder und Institutionen versuchen, ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren.

Ein Beispiel: Chinesische Versicherungskonzerne dürfen inzwischen bis zu ein Prozent ihrer Vermögenswerte in Edelmetalle investieren – allerdings finanziert durch den Verkauf von US-Staatsanleihen. Solche strukturellen Veränderungen können zusätzliche Nachfrage nach Gold und Silber erzeugen.

Im Jahr 2025 bei Edelmetallen wurde auf diese Art so viele Neukunden registriert wie noch nie zuvor. Während Gold traditionell als sicherer Hafen gilt, kann Silber in einem kleineren Markt sogar noch stärker von steigender Nachfrage profitieren.

Staatsschulden als langfristiger Treiber

Ein weiterer Faktor liegt in der hohen Verschuldung vieler westlicher Volkswirtschaften.

  • Die USA weisen offiziell eine Staatsverschuldung von rund 38 Billionen US-Dollar auf – etwa 126 % des Bruttoinlandsprodukts.
  • Großbritannien liegt bei rund 96 %.
  • Die Eurozone bei etwa 89 %.

Ökonomisch wird häufig davon ausgegangen, dass ab einer Verschuldungsquote von etwa 80 % der „Way of no return“ eingeleitet ist. Ein Punkt, an dem Schulden nur noch schwer dauerhaft zurückgeführt werden können. In solchen Phasen gewinnen Sachwerte wie Edelmetalle traditionell an Bedeutung.

Die industrielle Nachfrage steigt stark

Neben den finanziellen Faktoren spielt die Industrie eine immer größere Rolle. Silber ist ein unverzichtbarer Rohstoff für zahlreiche Zukunftstechnologien.

Besonders deutlich wird dies im Bereich der Solarenergie. China produziert etwa 80 % der weltweiten Solarmodule, und in jedem Modul werden rund 20 Gramm Silber verarbeitet. Inzwischen entfallen bereits etwa 15 % der Produktionskosten eines Solarmoduls allein auf Silber.

Auch die Elektromobilität treibt die Nachfrage:
Ein Elektrofahrzeug benötigt bis zu 50 Gramm Silber für Elektronik und Stromsysteme. Prognosen gehen davon aus, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 60 % der Silbernachfrage aus diesem Sektor stammen könnten.

Hinzu kommt der steigende Energiebedarf der IT- und KI-Infrastruktur. Die weltweite IT-Stromleistung ist von 0,93 Gigawatt im Jahr 2000 auf rund 50 Gigawatt im Jahr 2025 gestiegen. Für Hardware, Server und elektrische Komponenten wird ebenfalls Silber benötigt.

Ein strukturelles Angebotsdefizit

Während die Nachfrage steigt, bleibt das Angebot begrenzt.

Im Jahr 2024 lag der weltweite Silberverbrauch bei rund 37.000 Tonnen, während lediglich etwa 24.000 Tonnen gefördert wurden. Ein Großteil des Silbers – rund 70 % – fällt zudem nur als Nebenprodukt anderer Metallförderungen an. Dadurch lässt sich die Produktion nur begrenzt ausweiten.

Neue Silberminen benötigen häufig mehr als zehn Jahre, bis sie produktiv sind. Kurzfristig kann das Angebot daher kaum auf steigende Nachfrage reagieren.

Zusätzlich verschärfen Kapitalströme die Situation: Große Silber-ETFs verzeichneten 2025 Nettozuflüsse von rund 127,6 Millionen Unzen, was in einem ohnehin unterversorgten Markt zusätzliche Verknappung bedeutet.

Politische Risiken bei der Förderung

Auch die geografische Konzentration der Silberproduktion spielt eine Rolle. Rund ein Drittel des weltweiten Silbers stammt aus nur wenigen Ländern:

  • Mexiko: etwa 6.300 Tonnen
  • China: etwa 3.300 Tonnen
  • Peru: etwa 3.100 Tonnen

Politische Entscheidungen, Exportbeschränkungen oder Sonderzölle in diesen Ländern können sich daher schnell auf den globalen Markt auswirken.

Kurzfristige Schwankungen durch Spekulation

Die starke Silberrallye Ende Januar führte dazu, dass viele Marktteilnehmer ihre Positionen schließen mussten. Hintergrund waren steigende Sicherheitsleistungen an den Terminbörsen, wodurch spekulative Händler teilweise zu Zwangsliquidierungen gezwungen wurden. Solche Bewegungen können kurzfristig starke Preisschwankungen auslösen.

Langfristig bestimmen jedoch meist die realen wirtschaftlichen Faktoren – Angebot, Nachfrage und geopolitische Entwicklungen – den Trend.

 

Fazit

Silber befindet sich aktuell in einem Spannungsfeld aus steigender industrieller Nachfrage, strukturellen Angebotsengpässen und geopolitischen Veränderungen im Finanzsystem. Diese Kombination kann zu starken Preisbewegungen führen – sowohl nach oben als auch nach unten.

Für Anleger bleibt Silber deshalb ein spannendes, wenn auch aktuell schwankungsanfälliges Edelmetall. Gerade weil der Markt deutlich kleiner ist als der Goldmarkt, können Veränderungen in Angebot und Nachfrage besonders starke Auswirkungen auf den Preis haben.

 

Silbercrash am 5. Februar: Marktmechanik oder Manipulation?

In den frühen Morgenstunden des 5. Februar 2026 erlebte der Silbermarkt eine extreme Preisbewegung: Gegen 3:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit fiel der Preis innerhalb kurzer Zeit von rund 92 US-Dollar auf etwa 75 US-Dollar je Unze – ein Minus von rund 18 Prozent.

Solche abrupten Bewegungen werfen Fragen auf. Warum geschieht so etwas in einer Phase mit vergleichsweise dünnem Handelsvolumen? Welche Rolle spielen Terminmärkte? Und was bedeutet das für langfristig orientierte Anleger?

Warum starke Bewegungen häufig nachts stattfinden – und wem das nutzt

Auffällig ist: Massive Preisrückgänge bei Silber ereignen sich überdurchschnittlich oft genau dann, wenn das Handelsvolumen am niedrigsten ist – also in den frühen Morgenstunden europäischer Zeit oder rund um die Eröffnung der US-Terminbörse an der COMEX. Warum ist das relevant?

In Phasen dünner Liquidität reichen vergleichsweise wenige große Verkaufsorders, um den Preis stark zu bewegen. Wer in solchen Zeitfenstern große Short-Positionen (Verkaufspositionen) in den Markt gibt, kann überproportionale Kursreaktionen auslösen.

Das Muster sieht häufig so aus:

  1. Massive Verkaufsorders im Futures-Markt drücken den Preis abrupt nach unten.
  2. Stop-Loss-Marken privater und institutioneller Long-Investoren werden ausgelöst.
  3. Gehebelte Marktteilnehmer geraten durch Margin Calls unter Druck und müssen liquidieren.
  4. Der Abwärtsimpuls verstärkt sich selbst.

In der Vergangenheit standen große Investmentbanken – darunter auch JPMorgan Chase – mehrfach im Fokus regulatorischer Untersuchungen wegen problematischer Handelspraktiken im Edelmetallbereich.

Der entscheidende Punkt:
Wer über ausreichend Kapital, Marktanteil und Geschwindigkeit verfügt, kann solche Liquiditätsfenster strategisch nutzen. Werden Kurse künstlich unter Druck gesetzt, können zuvor aufgebaute Short-Positionen günstiger zurückgekauft werden.

Für stark gehebelte Privatanleger hingegen bedeuten solche Bewegungen oft empfindliche Verluste – nicht selten innerhalb weniger Stunden.

Ob jede einzelne Bewegung gezielt herbeigeführt wird, lässt sich nicht pauschal beweisen. Fest steht jedoch:
Das Zusammenspiel aus Terminmarkt-Struktur, Margin-System und dünner Liquidität schafft ein Umfeld, in dem große Marktteilnehmer strukturelle Vorteile besitzen.

Und genau deshalb wiederholen sich diese nächtlichen Kursstürze auffällig oft in denselben Zeitfenstern.

Der 5. Februar: Was ist passiert?

Um 3:00 Uhr notierte Silber noch stabil rund 92 US-Dollar je Unze. Es gab keine außergewöhnlichen Nachrichten, keine geopolitische Eskalation, keine fundamentalen Schocks. Und dann kam der Einbruch.

Innerhalb weniger Stunden fiel der Preis auf etwa 75 US-Dollar – ein Minus von rund 18 Prozent. Und das bei extrem dünnem Handelsvolumen. Nur wenige tausend Futures-Kontrakte reichten aus, um den Markt massiv nach unten zu drücken.

Wer verkauft in dieser Größenordnung mitten in der Nacht – und warum?

Auffällige Marktmechanik

Berichte aus dem asiatischen Handel – unter anderem aus Shanghai – deuteten zeitgleich auf ungewöhnliche Handelsaktivitäten hin. Mehrere Account-Gruppen sollen auffällig hohe Volumina bewegt haben. Gleichzeitig kam es zu erhöhten Sicherungsanforderungen (Margins), was gehebelte Marktteilnehmer zusätzlich unter Druck setzte.

Das Muster ist bekannt:

  • Große Short-Positionen treffen auf dünne Liquidität.
  • Der Preis rutscht schnell und stark ab.
  • Stop-Loss-Orders werden ausgelöst.
  • Gehebelte Long-Positionen müssen liquidiert werden.
  • Der Verkaufsdruck verstärkt sich selbst.

Solche Kettenreaktionen sind kein Zufall – sie sind strukturell im Terminmarkt angelegt. An der COMEX werden überwiegend Papierkontrakte gehandelt, nicht physische Ware. Wer dort mit erheblichem Kapital agiert, kann in schwachen Marktphasen überproportionale Effekte erzeugen.

In sozialen Netzwerken wurde zeitgleich diskutiert, dass große Marktteilnehmer – darunter erneut JPMorgan – genau in dieser Phase signifikante Mengen im Bereich um 78 Dollar eingesammelt haben sollen. Offizielle Bestätigungen dafür gibt es nicht, doch das Timing sorgte für erheblichen Unmut in der Community.

Papierpreis vs. physische Realität

Während der Terminmarktpreis massiv einbrach, berichteten Händler in Asien von deutlich höheren physischen Prämien. Teilweise lagen diese weit über dem Futures-Preis.

Diese Diskrepanz wirft Fragen auf:

  • Spiegelt der Papiermarkt tatsächlich die physische Angebotslage wider?
  • Oder wird der Preis kurzfristig stärker durch Terminmarkt-Strukturen als durch reale Knappheit bestimmt?

Silber ist längst nicht mehr nur ein Edelmetall zur Wertaufbewahrung. Die industrielle Nachfrage – etwa in der Solarindustrie, Elektromobilität und Hightech-Produktion – wächst strukturell. Gleichzeitig sind Lagerbestände begrenzt.

Wenn der Terminmarktpreis stark fällt, während physische Ware knapp und teuer bleibt, entsteht ein Spannungsfeld, das langfristig kaum stabil bleiben kann.

Hexensabbat am 27. März 2026

Am 27.03.2026 steht der nächste große Verfallstermin („Hexensabbat“) an. Offene Optionen und Futures müssen dann glattgestellt oder erfüllt werden.

Die registrierten Silberbestände an der COMEX liegen Berichten zufolge bei rund 100 Millionen Unzen. Theoretisch könnten jedoch bis zu 400 Millionen Unzen aus offenen Kontrakten abgefordert werden. Sollte es zu erhöhten physischen Abforderungen kommen, würde sich zeigen, wie belastbar das System tatsächlich ist.

Ein Vertrauensverlust in die Terminmarktstruktur könnte erhebliche Dynamik entfalten – nicht nur bei Silber, sondern auch bei Gold, Platin und Palladium.

Weckruf oder Übertreibung?

Der 5. Februar war mehr als nur ein volatiler Handelstag. Er war ein Beispiel dafür, wie empfindlich der Silberpreis auf gezielte oder zumindest konzentrierte Marktbewegungen in illiquiden Phasen reagiert.

Ob man dies als bewusste Preissteuerung oder als aggressive Ausnutzung von Marktmechanik bezeichnet, ist letztlich eine Frage der Perspektive.

Unsere Haltung bei FAIRMASTER konzept bleibt klar:
Wir geben keine physische Unze aus der Hand und lassen uns von kurzfristigen Preisattacken nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende setzt sich nicht der Terminhandel durch – sondern Angebot und Nachfrage im realen Markt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Marktanalyse und stellt keine Anlageberatung dar.

 

Silber, Minenaktien und ein Finanzgespräch unter Freunden

Silber fasziniert – als Wertanlage, Wertspeicher und Spekulationsobjekt. In einem Gespräch nach einem Tennismatch mit meinem Freund Stefan ging es genau darum: Sollte man in Silber investieren – und wenn ja, wie? Über physische Edelmetalle oder lieber über Aktien von Silberminen?

 

Silberminen-Aktien: Spekulativ, aber spannend

Stefan ist sehr belesen, hat eine klare Sicht auf die Dinge und ist unvoreingenommen. Kürzlich hat er in zwei Silberminen-Aktien investiert – eine in Kanada, die andere in Mexiko. Zwei Länder mit historisch bedeutenden Silbervorkommen. Seine Entscheidung war gut durchdacht, doch solche Investments sind mit Risiken verbunden.

Kleinere Minengesellschaften haben oft eine begrenzte Kapitaldecke und sind stark von äußeren Einflüssen abhängig – etwa von Banken oder Fonds, die mit großvolumigen Käufen und Verkäufen die Kurse beeinflussen können. Um sicher zu gehen, muss man sich über die Anzahl der Aktien und deren Verteilung gut informieren.

Außerdem verkaufen viele Minen ihre künftigen Erträge bereits im Voraus. Das sichert zwar Einnahmen, kann aber im Fall steigender Silberpreise zu entgangenen Gewinnen führen.

 

Physisches Silber kaufen: Der direktere Weg?

Ich bevorzuge es, physisches Silber zu kaufen. Wer eine Silbermünze oder einen Silberbarren besitzt, kennt den Preis, das Risiko ist überschaubar – und man profitiert direkt von einer positiven Silberpreis-Entwicklung. Ich sagte Stefan, dass jede Unze Gold und jede Unze Silber ca. 400-mal auf Papier verkauft wurde. Daraufhin sagte er mir, dass nahezu alle Waren zigfach verkauft werden, einfach um ein größeres Geschäft zu machen und nicht eingeschränkt zu sein.

Natürlich gibt es auch auf dem physischen Markt Dynamiken, etwa durch sogenannte Papierkontrakte. Doch die Transparenz ist höher und die Sicherheit langfristig größer.

 

Papiermärkte und das „geshortete“ Silber

Ein besonders spannender Aspekt ist die Rolle der London Bullion Market Association (LBMA), die ich dann dem Gespräch beisteuerte;
Laut aktuellen Zahlen hat die LBMA rund 400 Millionen Unzen Silber geshortet – also auf fallende Preise spekuliert. Das entspricht fast der Hälfte der weltweiten Jahresproduktion von 838 Millionen Unzen (2023).

Mit einem Silberpreis von 40 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein Kontraktwert von rund 16 Milliarden Dollar. Zwar werden die meisten Geschäfte mit US-Dollar ausgeglichen – aber etwa 2,5 % müssen physisch geliefert werden. Das wären 10 Millionen Unzen Silber, die die LBMA physisch bereitstellen müsste. Diesen Warenbestand wird sie nicht haben und die Frage ist: Gibt es diese Menge überhaupt am Markt? Wenn nicht, könnte die Nachfrage den Preis nach oben treiben – was wiederum die Short-Positionen noch teurer machen würde.

 

Wie funktionieren solche Kontrakte?

Silber-Futures oder -Terminkontrakte werden für feste Zeiträume abgeschlossen – meist über 90, 180 oder 270 Tage. Am Ende der Laufzeit muss abgerechnet werden: Der eine gewinnt, der andere verliert – abhängig von der Kursentwicklung.

Besonders interessant wird es, wenn mehrere Kontrakte am selben Tag auslaufen. Ein prominentes Beispiel ist der 30. September, an dem häufig viele dieser Verträge enden. In der Börsensprache spricht man dann vom „dreifachen Hexensabbat“, weil gleich drei unterschiedlich laufende Kontrakte (z. B. Optionen, Futures und Indexprodukte) gleichzeitig abgewickelt werden müssen. Das sorgt regelmäßig für hohe Volatilität am Markt.

 

Silbermarkt Analyse: Preisentwicklung und Verfügbarkeit

Diese Marktmechanismen zeigen, wie komplex der Silbermarkt sein kann. Es ist möglich, dass große Marktteilnehmer versuchen, mit Verkaufswellen den Kurs zu drücken, um Verluste zu minimieren. Doch solche Manöver sind riskant und schwer kalkulierbar, da niemand das Verhalten anderer Marktteilnehmer vorhersagen kann.

 

Fazit unseres Gespräches: In Silber investieren – aber mit Bedacht

Nach unserem Gespräch waren Stefan und ich uns einig:
Ein Investment in Silberminen-Aktien kann sich lohnen – aber nur für Investoren, die das Risiko einschätzen und auch Verluste verkraften können.

Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für das Investieren in physisches Silber – direkt, greifbar, wertbeständig.

Ich freue mich schon auf das nächste Tennismatch mit Stefan – und auf die Frage, wie der Silbermarkt sich bis dahin entwickelt hat.

 

Zum Schluss noch eine Börsenweisheit:
„An der Börse ist das Geld nicht weg – es hat nur jemand anderer.“

 

Sturm im Silbermarkt: Warum Silber jetzt im Fokus steht

Es passiert wirklich: Die Silbersteigerung ist da. Ein weltweiter Mangel an Silber zeichnet sich ab und betrifft nicht nur den Westen oder nur den Osten, sondern die gesamte Weltwirtschaft. China und die USA stehen im Zentrum dieses sich zuspitzenden Szenarios, das durch eine drohende Versorgungskrise geprägt ist.

 

Chinas unersättlicher Appetit auf Silber

China treibt die Nachfrage nach Silber massiv an. Die Shanghai Gold Exchange (SGE) meldete allein in einer Woche einen Rückgang der Silberbestände um 130 Tonnen. Dies steht im Einklang mit Chinas „Industrial Silver Plan 2025“, der einen Verbrauch von jährlich 12.000 Tonnen anstrebt – das entspricht fast 50 % des weltweiten Bergbauangebots. Zusätzlich kauft China große Mengen an Silberkonzentrat aus Minen in Chile, Argentinien, Mexiko und Peru und verändert so die globale Edelmetalllandschaft.

 

Die Krise in den USA

Auch in den USA verschärfen schwindende Lagerbestände und eine steigende Industrienachfrage die Situation. Sektoren wie Solarmodule, Elektrofahrzeuge, Luft- und Raumfahrt sowie militärische Anwendungen konkurrieren zunehmend um die begrenzten Silbervorräte. Die Prämien für physisches Silber (Exchange for Physical, EFP) steigen rasant, was auf eine angespannte Angebotssituation hindeutet.

Silber-Zink-Batterien, die in verschiedenen Technologien eingesetzt werden, benötigen mittlerweile bis zu 11.000 Unzen Silber pro Einheit. Gleichzeitig erschwert der künstlich gedrückte Silberpreis die Lage weiter, da versierte Anleger auf physische Lieferungen setzen und die Lagerbestände zusätzlich dezimieren.

 

Die industrielle und strategische Bedeutung von Silber

Die steigende Industrienachfrage und die strategischen Aufkäufe Chinas verändern die Dynamik des Silbermarktes grundlegend. Silber spielt eine Schlüsselrolle in der Energiewende und modernen Technologien. Diese hohe Nachfrage kollidiert mit einem begrenzten Angebot, was die Voraussetzungen für einen dramatischen Preisanstieg schafft.

 

Warum physisches Silber jetzt entscheidend ist

Silber ist nicht nur ein Rohstoff, sondern echtes Geld – doch im Gegensatz zu Papierwährungen wie dem Euro, deren Menge stetig steigt, ist dieser Rohstoff begrenzt. Während 2002 in Europa 4 Billionen Euro im Umlauf waren, sind es heute 18 Billionen. Silber und Gold hingegen zeichnen sich durch ihre Begrenztheit und beständige Qualität aus.

Mein persönlicher Rat: Investieren Sie in physisches Silber. Eine sichere Lagerung, beispielsweise in Kanada bei einer privaten Firma, bietet zusätzlichen Schutz. Die aktuelle Marktlage bietet eine seltene Gelegenheit, Silber zu einem noch moderaten Preis zu erwerben.

 

Fazit

Die Silberknappheit ist nicht im Anmarsch – sie ist bereits da. Mit der steigenden Nachfrage aus Industrie und Investitionen und einem künstlich gedrückten Marktpreis ist der Silberdruck unausweichlich. Unvorbereitete Märkte werden überrascht, während vorausschauende Anleger von den Chancen profitieren können. Die Fakten sprechen für sich: Der Zeitpunkt, Silber zu kaufen, ist jetzt. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn sie eine unverbindliche Beratung wünschen. Wir wünschen Ihnen jetzt erst einmal einen schönen 3. Advent!

 

Eine Reise zum Silber mit neuesten Erkenntnissen

Liebe Leserschaft,

heute berichte ich Ihnen von meiner kürzlichen Reise nach Kanada – eine Reise, die nicht nur die atemberaubende Schönheit des Landes wieder einmal offenbarte, sondern auch Einblicke in die neuesten Entwicklungen des wertvollen Metalls Silber ermöglichte. Mein Anliegen ist es, so viele Menschen wie möglich darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, in Silber anzulegen, um die eigene Kaufkraft zu erhalten. Für mich persönlich ist es von großer Bedeutung, die Investments, die ich vermittele, einer gründlichen Untersuchung zu unterziehen. Nun ergab sich endlich nach einer dreijährigen Corona-Pause die Gelegenheit, meine eigenen Empfehlungen erneut vor Ort zu überprüfen und die Produkte wieder einmal selbst in Augenschein zu nehmen.

 

Mein Flug führte mich über Frankfurt nach Halifax, wo ich erst einmal mit der Zeitverschiebung von 5 Stunden zurechtkommen musste. In Halifax angekommen, fuhr ich direkt zur Sicherheitsfirma Brinks, bei der das Silber meiner Kunden und auch mein eigenes Silber eingelagert wird. Jeder meiner Kunden hat dort eine eigene verplombte Box, die zweimal im Jahr (im Juni und September) nach Voranmeldung besichtigt und auch geöffnet werden kann. Natürlich wollte ich die Gelegenheit dieses Jahr nicht verpassen. Es ist jedes Mal erstaunlich, sein eingelagertes Silber anzuschauen und nicht nur als eine Zahl auf einem Blatt Papier zu sehen.

 

Brinks Express Company

Silber besuchen Anlage überprüfen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genau zu diesem Zeitpunkt wurde im chinesischen Fernsehen berichtet, dass der Preis pro Unze Silber in die Höhe schnellen sollte, um weitere Vorkommen zu erschließen und Recycling sinnvoll zu betreiben. Dadurch würde das „Preisdrücken“ mit Futures (Warentermingeschäfte) und Derivaten (Finanzwetten) ein Ende finden. Während der Papierpreis für Silber aktuell bei 24 US-Dollar pro Unze liegt, wissen die Händler um die Seltenheit des Metalls und verlangen physisch bereits 35 Euro pro Unze.

 

Den Chinesen wurden in den Fernsehberichten nahegelegt, Silber zu kaufen. Selbst wenn nur 1 % der Bevölkerung diesem Aufruf folgen würde, hätte Silber 12 Millionen neue Kunden. Diese Entwicklung verspricht eine spannende Zukunft für den Silbermarkt und lässt auf steigende Preise hoffen. Als Investor in Silber fühle ich mich durch diese Neuigkeiten und Aussichten bestärkt und motiviert.

 

Nach meinem Besuch bei Brinks blieb noch Zeit, um einige Tage das Sightseeing in Halifax zu genießen. Besonders beeindruckt hat mich (als Hamburger) die Meeresbucht „Bay of Fundy“. Der Tidenhub, also der Unterschied zwischen Ebbe und Flut, beträgt hier unglaubliche 12 bis 21 Meter. Das Wasser steigt bis zu 1 Meter pro Minute an. Mit dieser Info wurde mir bewusst, wer da zu lange auf dem Meeresboden spazieren geht, muss eine gute Kondition mitbringen… 😉

 

 

Kanada ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft, von den majestätischen Rocky Mountains über die endlosen Wälder bis hin zu den malerischen Seen. Die Vielfalt der Natur ist einfach überwältigend und bietet unzählige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Kajakfahren, Skifahren und vieles mehr. Wer die Natur liebt, wird in Kanada definitiv auf seine Kosten kommen.

 

Darüber hinaus hat Kanada auch kulturell einiges zu bieten. Die Städte des Landes, wie Toronto, Vancouver und Montreal, sind pulsierende Metropolen, in denen man eine lebendige Kunst- und Musikszene, exzellente Restaurants und eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen erleben kann. Kanada ist bekannt für seine Weltoffenheit, Toleranz und Gastfreundschaft, was das Reisen und Erkunden des Landes zu einer bereichernden Erfahrung macht.

 

Insgesamt möchte ich Sie ermutigen, offen für neue Möglichkeiten zu sein und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Sowohl das Reisen als auch das Investieren können uns neue Horizonte eröffnen und uns dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen. Also packen Sie Ihre Koffer, entdecken Sie die Schönheit Kanadas und sein Sie mutig, wenn es darum geht, Ihr Geld sinnvoll anzulegen. Es ist wichtig zu erwähnen, dass jede Investition mit Risiken verbunden ist und eine sorgfältige Recherche und Beratung erforderlich ist. Es ist hilfreich, einen Finanzexperten oder Berater hinzuzuziehen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen, die zu den eigenen finanziellen Zielen und Bedürfnissen passt.

 

Abschließend möchte ich betonen, dass sich ein Investment in Silber aktuell lohnt. Die neuesten Entwicklungen und die steigende Nachfrage, vor allem aus China, deuten auf einen positiven Trend hin. Silber ist und bleibt ein wertvoller Rohstoff, der nicht nur seine Kaufkraft erhalten, sondern auch attraktive Renditen ermöglichen kann. Und wenn Sie die Gelegenheit haben, Kanada zu besuchen, dann kann ich Ihnen nur empfehlen, dies zu tun, denn Kanada hat so viel zu bieten. Neben der faszinierenden Natur, wie der beeindruckenden „Bay of Fundy“, gibt es zahlreiche weitere Gründe, dieses Land zu erkunden.

 

Herzliche Grüße
Sven Ode

 

Russische Zentralbank kauft kein Gold mehr, weil die Bürger sich damit eindecken – und was machen wir?

Am Dienstag, den 15. März, hat die russische Zentralbank den Goldankauf von Banken ausgesetzt, weil die Nachfrage nach dem Edelmetall seitens der russischen Bürger gestiegen ist. Wie lange diese Maßnahme andauern werde, hat sie nicht verkündet.

„Derzeit ist die Nachfrage der privaten Haushalte nach dem Kauf von physischem Gold in Form von Barren gestiegen, was insbesondere auf die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf diese Geschäfte zurückzuführen ist“, sagte die Zentralbank in einer Erklärung.

In der vergangenen Woche hat der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, das Privatpersonen beim Goldkauf von der Mehrwertsteuer befreit (die zuvor bei 20 Prozent lag). Die neuen Rechtsvorschriften gelten rückwirkend für Goldkäufe, die seit dem 1. März getätigt wurden.

Mit der Maßnahme sollen Privatanlegern Investitionen in physisches Gold erleichtert werden, nachdem der Rubel aufgrund der westlichen Sanktionen erheblich an Wert verloren hat.

Zugleich hat Moskau Beschränkungen für den Kauf einiger ausländischer Währungen verhängt, darunter Dollar und Euro, die für russische Bürger bisher eine übliche Methode waren, ihre Ersparnisse gegen Inflation zu schützen. Diese Funktion soll nach dem Willen der Behörden nun das Gold übernehmen.

Die westlichen Sanktionen haben Russland von wichtigen Teilen der globalen Finanzmärkte abgeschnitten. Fast die Hälfte der russischen Gold- und Devisenreserven in Höhe von 640 Milliarden Dollar wurden eingefroren. Dies hat die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 ausgelöst.

Der Kauf von Edelmetallen durch die Bürger trägt dazu bei, die Menge an Bargeld zu reduzieren, die die Wirtschaft überflutet. Das kommt auch der Liquidität der Banken zugute. Durch die Goldkäufe wird die zu hohe Liquidität abgebaut. Russland gehört neben China und Australien zu den größten Goldproduzenten der Welt.

In Deutschland horten die meisten Bürger ihr Bargeld und lassen ihr Geld auf Bankkonten, Girokonten und ähnlichem. Eine meiner Kundin, sie ist Steuerberaterin, sagte mir, dass sie 350.000 € auf dem Girokonto hat. Wir stehen erst am Anfang einer Inflation. Wenn wir nur mal eine Inflation von 5 % annehmen, verliert ihr sauer verdientes Geld 50 € Kaufkraft pro Tag. Wenn wir die „echte“ Inflation nehmen, sind es wahrscheinlich 100 €.

Die Russen kaufen keine Dollar oder Euro mehr, sondern Gold. Und was machen wir? Nichts! Im besten Fall tut es noch eine überteuerte Immobilie.

Den Dollar gibt es seit 1913, den Euro seit 2002 und Gold und Silber seit 3.000 vor Christus. Der Dollar hat 98 % an Kaufkraft seit 1971 verloren, der Euro seit Beginn 85 %.

Nur bei Gold und Silber gibt es keine Inflation. Zur Verdeutlichung: Vor 100 Jahren konnte man für 20 $ oder eine Unze Gold einen Anzug kaufen. Heute bekommt man für eine Unze Gold immer noch einen Anzug und für 20 $ lediglich die Socken dazu. Das ist eine Tatsache, die in Deutschland niemand sehen will. Und wir haben keine Mehrwertsteuer auf Gold!

Nun wird es langsam ernst – Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben. Kaufen Sie Gold und Silber, um sich davor zu schützen.

Vierte Superblase am Aktienmarkt?

In der vergangenen hundert Jahren hat es am Aktienmarkt drei Superblasen gegeben, die allesamt geplatzt sind: 1929, 2000 und 2008. Doch die größte aller Blasen an den Börsen bezieht sich auf die Gegenwart. Wenn diese platzen sollte, kommt es zur schlimmsten Finanzkrise der Menschheit.

Der Januar markierte den schlechtesten Start in ein Börsenjahr seit 2016, wobei der US-NASDAQ-Index um 15,6 Prozent fiel, während der Elektroautohersteller Tesla um rund 25 Prozent einbrach, so „The Daily Express“.

Letzte Woche brachen die Aktien des Social-Media-Giganten Facebook (vor kurzem in Meta umbenannt) um ein Viertel ein und zogen unglaubliche 230 Milliarden US-Dollar von seiner Marktkapitalisierung ab. Das ist der größte Tagesverlust in der Geschichte eines US-Unternehmens. Heiße US-Technologieaktien, die von den Corona-Lockdowns profitierten, seien am stärksten vom Wertverlust betroffen, weil die Übertreibung am größten ist. Die Facebookaktie lässt vermuten, wie nervös Tech-Investoren im Moment sein müssen. Sie spiegelt auch die gigantischen Gewinne wieder, die die Technologiegiganten während der Pandemie erzielt haben.

Nun ist es bei etlichen Aktien so gekommen, wie es stets zu kommen pflegt: Einer längeren Phase kolossaler Überbeliebtheit folgt der jähe Absturz. Vernunft und Realitätssinn gewinnen die Oberhand; Euphorie und Naivität gehen von dannen.

Vermutlich wird ein Börsencrash in zwei Wellen stattfinden. Ursächlich werde die desaströse Geldpolitik der Fed sein. Nach dem ersten Abrutschen der Kurse werden Anleger wahrscheinlich nach ca. 20 % erneut zugreifen in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen. Doch dann geht die Rutsche erst richtig los. So war es 1929 und auch 2000-2003.

Die derzeitige Krise ist allerdings nicht vergleichbar mit der Finanzkrise 2008 oder der Weltwirtschaftskrise 1929. Die neue Depression, die aus der COVID-Pandemie entstanden ist, ist die schlimmste Krise in der Geschichte der Weltwirtschaft. Deflation, Verschuldung und Demografie werden jede Chance auf eine Erholung zunichtemachen, soziale Unruhen drohen. Das noch andauernde Kursfeuerwerk an den Börsen ist eine Illusion. Das Schlimmste steht uns noch bevor.

Können Sie sich vorstellen, dass der S&P 500, der Dow Jones und der NASDAQ binnen kürzester Zeit um 30, 40 oder sogar 50 Prozent abrutschen? Genau das wird meines Erachtens mit einer hohen Wahrscheinlichkeit passieren, denn die Kursgewinne an den Börsen stehen in einem Missverhältnis zur wirtschaftlichen Realität. Die Steigerungen sind schlichtweg disproportional. Wenn dieses Szenario eintreten sollte, würden die europäischen Börsen dies sehr deutlich zu spüren bekommen.Da Staaten und Großinvestoren aktuell wieder enorme Mengen physisches Gold und Silber kaufen, denke ich, dass der „Etappen-Crash“ bald beginnen wird.

Um der Inflation Herr zu werden, wird die USA die Zinsen erhöhen. Das verursacht wiederum, dass viele Schuldner auf einmal Zinsen für Ihre Schulden zahlen müssen. Dies wird viele überschuldete Unternehmen in die Pleite treiben. Eine lange verschobene Marktbereinigung wird stattfinden – mit allem, was dazu gehört.

Daher ist es Zeit für die Realisierung der Gewinne und die Umschichtung dieser in Sachwerte wie Gold und Silber.

Denken Sie immer daran: An der Börse wird nicht geklingelt, weder beim Ein- noch beim Ausstieg.

Finanzlexikon Teil 3 – Gold als Geld

In diesem Beitrag erzähle ich euch von einigen interessanten Fakten aus der Geschichte der Finanzen und der Entwicklung der gängigen Zahlungsmittel.

Nach dem Untergang des römischen Reiches kehrte Westeuropa zum Tauschhandel zurück.
Im Mittelalter wurde dann die Goldmünze „Solidus“, die allgemein unter dem Namen „Besant“ bekannt war, weit verbreitet verwendet. Sie war möglicherweise das erfolgreichste Zahlungsmittel der Geschichte.

Solidus gab es von fast 500 vor Christus bis 1453 nach Christus – also fast 2000 Jahre – und wurde von England bis China als Zahlungsmittel akzeptiert.

1252 wurden in Genua und Florenz erstmals Goldmünzen geprägt – der Florin war geboren. Er war der Vorläufer des holländischen Guldens.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts führten alle italienischen Stadtstaaten Goldmünzen ein. Dadurch wurde das Monopol der Könige zu Fall gebracht. Die Goldmünzen verbreiteten sich und führten zu einem Geldsystem mit Gold als Grundlage.

1275 brauchte man acht Silbermünzen, um eine Goldmünze des gleichen Gewichtes zu kaufen. Heute braucht man 80 Silberunzen für eine Goldunze (kleiner Tipp der Redaktion: Leute, kauft Silber).

Nach der Ausbreitung der Pest und einer Reihe finanzieller Zusammenbrüche übernahmen in vielen europäischen Ländern Silbermünzen die Rolle des Besant.

Nach der Entdeckung großer Silbervorkommen in Lateinamerika im 16. Jahrhundert entwickelte sich Silber in vielen Ländern als gängiges Zahlungsmittel. Es war weniger wert als Gold, und ließ sich daher einfacher für die täglichen Einkäufe verwenden. Auch die USA haben 1785 den Silberstandard eingeführt.

Bis 1870 wurden viele Kriege ausgefochten und wegen des ständigen Handelsdefizits mit China ging viel Silber in den Osten. Daher wurde der Silberstandard nach ungefähr 350 Jahre in vielen Ländern wieder aufgehoben.

1914 begann der 1. Weltkrieg und da Krieg führen teuer ist, wurde lieber Papier gedruckt und der Goldstandard allgemein aufgehoben.

Was können wir 2022 von Gold und Silber erwarten?

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches neues Jahr in 2022. Was können wir in diesem Jahr eigentlich von Gold und Silber erwarten? Ich habe für Sie eine Zusammenfassung erstellt:

Gold:

  • Die Zentralbanken kauften 2021 Gold. Auch Singapur und Irland sind seit vielen Jahren das erste Mal wieder dabei.
  • 40 % der institutionellen Anleger planen in der nächsten Zeit Ihre Goldbestände aufzubauen oder auszubauen.
  • China beklagte sich nicht über die niedrigen Goldpreise, sondern kaufte. Die Handelsvolumina stiegen auf das höchste Niveau 2021.

Es gab bisher keinen Moment in der Geschichte, in dem so hemmungslos Geld gedruckt, ausgegeben und geliehen. Das erhöht das Finanz- und Marktrisiko. Gold und Silber sind dagegen der sichere Hafen.

Mein Tipp: Achten Sie nicht auf die kurzfristigen Kursbewegungen. Vermögensblasen und Schuldenlasten sind in erster Linie der Grund, warum man Gold kaufen sollte. Gold erhält Ihre Kaufkraft, egal, was passiert. Und es kann die Kaufkraft sogar noch erhöhen.

Durch steigende Schulden, einem Rekorddefizit und einer unkontrollierbaren Währungsabwertung führt kaum ein Weg ein Gold und Silber vorbei.

Silber:

  • Die Verabschiedung des US Infrastrukurgesetzes bedeutet, dass die industrielle Nutzung von Silber in die Gänge kommt. Mehr grüne Energie braucht mehr Silber.
  • Das Silberangebot stellt ein Problem da. Es wird über mehrere Jahre zu einem Defizit kommen, da mehr Silber nachgefragt als angeboten wird.
  • Die Nachfrage ist ungebrochen. Bisher war 2015 das stärkste Jahr. 2022 wird eine noch stärkere Nachfrage entstehen. Physisch werden voraussichtlich mehr als 100 Millionen Unzen verkauft.

Der Silberpreis wurde in der Vergangenheit maximal manipuliert, was aber nicht mehr möglich ist, sobald jeder den wahren Wert erkennt. Viele Experten gehen von einem dreistelligen Unzenpreis aus. Echtes Geld kann nicht gedruckt oder aus dem Nichts hervorgezaubert werden.

Ein weiterer Bereich für die Nutzung von Silber: Seit Jahrhunderten wird Silber gegen Bakterien und Viren eingesetzt. Die „Heilkraft“ wird aktuell wieder entdeckt. Ich habe kolloidales Silber bei einer Virusinfektion eingenommen. Nach 48 Stunden war das Gröbste überstanden.

Die Inflation wird weiter steigen, da das Geldsystem anders nicht funktioniert. Die Geschichte wiederholt sich – der Bürger zahlt über den Kaufkraftverlust. Die Kaufkraft ist eine so mächtige Kraft, dass sie alles verändern wird, auch die Preise von Gold und Silber.

 

Wir alle sind von sehr großer Ungewissheit umgeben. Sei es in der Geopolitik, der Wirtschaft, den Märkten, dem Geldsystem oder der Pandemie.

Dieses hohe Risiko verdeutlicht, wie wichtig der Besitz von physischem Gold und/oder Silber ist.