Und wieder geht ein verrücktes Jahr vorbei

Dieses Jahr war für uns alle nicht einfach. Corona klingt zwar so langsam aus, aber nun stehen neben dem Ukraine-Krieg die wirtschaftlichen Schwierigkeiten wieder im Rampenlicht. Die hohe Inflation macht vielen Menschen Sorgen und die Druckerpressen der Notenbanken laufen weiterhin auf Hochtouren. Nicht wenige schlaue Köpfe sagen für das Jahr 2023 eine heftige Rezession vorher.

An dieser Stelle möchte ich aber die negativen Themen einmal zur Seite schieben und den Fokus auf etwas Positives richten.

Ich bin ein bekennender Edelmetallfan, denn Gold und Silber funktionieren seit über 5000 Jahren. Meine Aufgabe sehe ich darin, das Vermögen meiner Kunden zu erhalten und zu vermehren.

Stellen Sie sich ein kariertes Blatt Papier vor. Der gesamte Wert des geförderten Silbers ist im Verhältnis genau ein Karokästchen und der Goldmarkt sogar elf davon. Die Wetten unter den „Großanlegern“ sind dagegen mehrere Seiten des Karoblocks groß. Der Gold- und insbesondere der Silbermarkt können auf Grund dieser Größenverhältnisse sehr einfach manipuliert werden. Die Aufschläge der Papierpreise zu physischer Ware betragen bei Silber schon fast 100 %.

Und an dieser Stelle kommt das große Danke! Danke, dass meine Familie, Freunde, Kunden und Bekannten gesund und in Sicherheit leben. Und Danke, dass wir dieses Jahr noch sehr günstig Gold und Silber physisch einkaufen konnten und unser Vermögen somit sichern konnten.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auch in 2023 werde ich für Sie die Fahnen für Gold und Silber hochhalten.

Ihr
Sven Ode

 

Kommt eine Rezession auf uns zu?

Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen sind so viel geringer als die Renditen zweijähriger Anleihen, wie es seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr der Fall war. Ein solches Szenario, in dem die kurzfristigen Renditen höher sind als die langfristigen Renditen, ist an der Wall Street als Umkehrung der Renditekurve bekannt und wird als Warnsignal für eine drohende Rezession angesehen.

Langfristige Renditen sind in der Regel höher als kurzfristige, weil sich die Anleger gegen das Risiko unerwarteter Inflation und Zinserhöhungen absichern wollen.

Grundsätzlich bedeutet eine umgekehrte Kurve, dass die Anleger zuversichtlich sind, dass die kurzfristigen Zinssätze in der weiten Zukunft niedriger sein werden als in der nahen Zukunft, da sie davon ausgehen, dass die US-Notenbank die Kreditkosten senken muss, um eine schwächelnde Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Im Moment ist die Renditekurve ungewöhnlich stark umgekehrt – selbst für eine sich ankündigende Rezession. Bereits in der vergangenen Woche lag die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ganze 0,78 Prozentpunkte unter der zweijährigen Rendite. Das ist der größte negative Abstand seit Ende 1981, als eine Rezession begann, deren Arbeitslosenquote höher war als die im Nachspiel der Finanzkrise von 2008.

Seit dem Sommer 2022 war die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen wiederholt nicht viel weiter als 0,5 Prozentpunkte unter die zweijährige Rendite gesunken. Dies änderte sich Anfang November, als das Arbeitsministerium besser als erwartet ausgefallene Daten zum Verbraucherpreisindex veröffentlichte, die die die Hoffnung weckten, dass die Inflation endlich nachlassen könnte.

In Anlehnung an die Aussagen von Fed-Vertretern gehen die Anleger nach wie vor davon aus, dass die Zentralbank den Leitzins, der aktuell zwischen 3,75 und 4 % liegt, bis Anfang nächsten Jahres auf etwa 5 % anheben wird. Die rückläufige Inflation hat jedoch viele zu der Annahme veranlasst, dass die Fed später im Jahr 2023 mit Zinssenkungen beginnen wird. Denn dann werde sie ein höheres Wirtschaftswachstum für wichtiger erachten als den Kampf gegen die Inflation.

Die Renditen von Staatsanleihen beeinflussen maßgeblich die wirtschaftlichen Aussichten. Vor allem die längerfristigen Renditen spielen eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft. Sie haben auch einen starken Einfluss auf die Aktienmärkte, da steigende Renditen Anleihen attraktiver machen und daher häufig zu einem Rückgang der Aktienkurse führen.

Die hartnäckig hohe Inflation und die rasch steigenden Erwartungen für die kurzfristigen Zinssätze haben in diesem Jahr bereits zu einem enormen Anstieg der Renditen von Staatsanleihen geführt, wobei die Kurse bestehender Anleihen fielen, um die höheren Zinssätze für neue Anleihen widerzuspiegeln. Dies wiederum hat bei den wichtigsten Anleihenindizes zu den schlechtesten Renditen seit den 1970er Jahren geführt.

Der S&P 500 (einer der meistbeachteten Aktienindizes der Welt, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst) hat in diesem Jahr 17 % verloren, der Goldpreis ist um 3 % zurückgegangen und Bitcoin liegt seit Jahresbeginn sogar rund 65 % im Minus. Da die längerfristigen Renditen jedoch gesunken sind, hat er sich in den letzten Wochen stabilisiert und seit dem Tag vor dem Inflationsbericht vom 10. November um 6 % wieder zugelegt.

Doch der jüngste Rückgang der Renditen und die deutlichen Kursgewinne auf dem Aktienmarkt sind möglicherweise nicht von Dauer. Denn niedrigere Renditen haben es den Unternehmen etwas leichter gemacht, Geld zu beschaffen und auszugeben. Damit wurden genau jene Bedingungen, die überhaupt erst zu einer möglichen Mäßigung der Inflation und zu einer Aussicht auf eine weniger harte Straffung der Geldpolitik führen können, wieder beseitigt.

Einige Male in diesem Jahr hat der Präsident der Fed, Jerome Powell, den Aufschwung von Aktien und Anleihen zunichte gemacht, indem er die Botschaft verkündete, dass die Zentralbank die Zinssätze wahrscheinlich nicht nur anheben wird, sondern sie auch länger auf einem hohen Niveau halten wird.

In einer Pressekonferenz im Anschluss an die Fed-Sitzung vom 1. und 2. November (also vor der Veröffentlichung der jüngsten Inflationsdaten) betonte Powell, dass die Inflation nach wie vor eine große Bedrohung darstelle und dass die Fed die Zinssätze zwar nur in kleineren Schritten anheben werde, aber wahrscheinlich immer noch höher, als in ihrer letzten offiziellen Prognose vom September angekündigt wurde.

Bei einer schwachen Wirtschaft, z.B. wenn die Inflation um ein Vielfaches höher ist als die Wirtschaftsleistung, empfiehlt sich immer eine Anlage in Sachwerte (Aktien, Immobilien oder Edelmetalle). Die Aktienkurse sind bereits mehr als doppelt so hoch gestiegen, wie die Wirtschaftsleistung. Die Immobilienpreise fallen und die Hypothekenzinsen steigen. Die Preise der Edelmetalle halten sich dagegen stabil. Daher bleibt für mich als langfristig sinnvolles Investment nur Gold und Silber in physischer Form.

 

CEOs und Insider verkaufen Rekordmengen an Aktien

Elon Musk, CEO des Autoherstellers Tesla, ist mit einem Vermögen von 284,1 Milliarden Dollar laut dem Bloomberg Billionaires Index der reichste Mensch der Welt. Seit dem 6. November 2021 hat er Aktien seines Unternehmens für insgesamt mehr als 10,9 Milliarden Dollar verkauft. Sein Vermögen ist im vergangenen Jahr um 128,1 Milliarden Dollar gestiegen, da die Tesla-Aktien um 54 Prozent zugelegt haben. Die Aktienverkäufe sollten ihm helfen, die Steuern auf die Ausübung von etwa 2,1 Millionen Optionen zu zahlen, wie Bloomberg berichtet.

Doch der Tesla-Chef ist bei weitem nicht der einzige CEO, der zuletzt im großen Stil Aktien seines Unternehmens verkauft hat. Neben ihm haben unter anderem Satya Nadella von Microsoft, Mark Zuckerberg von Facebook und Jeff Bezos von Amazon ebenfalls große Mengen ihrer Aktien verkauft.

 

  • Mark Zuckerberg hat in diesem Jahr bereits Aktien im Wert von 4,47 Milliarden Dollar verkauft.
  • Jeff Bezos hat in diesem Jahr Amazon-Aktien im Wert von 9,97 Milliarden Dollar verkauft. Dies entspricht zwar in etwa seinen Aktienverkäufen im letzten Jahr, ist aber viermal so hoch wie seine Verkäufe im Jahr 2019 und weitaus höher als seine Verkäufe von nur jeweils etwa 1 Milliarde Dollar in früheren Jahren.
  • Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin haben jeweils etwa 1,5 Milliarden Dollar ihrer Alphabet-Aktien im Rahmen verkauft.
  • Auch Familie Walton (die mit Abstand reichste Familie in den USA) hat in diesem Jahr über ihren Familientrust und ihr Investmentvehikel Walmart-Aktien im Wert von 6,18 Milliarden Dollar verkauft.

Laut einem Bericht von CNBC haben CEOs und Unternehmensinsider im laufenden Jahr insgesamt bereits Aktien im Rekordwert von 69 Milliarden Dollar verkauft. Das ist ein Anstieg um 30 Prozent zum Jahr 2020 und 79 Prozent mehr als der Durchschnitt der letzten zehn Jahre, so InsiderScore/Verity. Verkäufe durch große institutionelle Inhaber wurden dabei nicht einmal berücksichtigt.

Einige Marktbeobachter betrachten die Insider-Verkäufe als ein mögliches Signal für eine Marktspitze.
Ben Silverman, Forschungsdirektor bei InsiderScore/Verity, sagte, dass die vier größten „Superverkäufer“ – Musk, Bezos, die Waltons und Mark Zuckerberg – 37 Prozent der gesamten diesjährigen Insider-Verkäufe ausmachen. „Der Anstieg des Dollarwerts der Insider-Verkäufe im Jahr 2021 kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden, wobei die historisch hohen Aktienbewertungen der wichtigste Faktor sind.“

 

Was steckt hinter den gigantischen Aktien-Verkäufen?

Neben den geplanten Verkaufsprogrammen treiben auch Steuern und hohe Bewertungen die Verkäufe voran. Auch die Bundessteuern werden für Spitzenverdiener wahrscheinlich steigen, was einige CEOs dazu veranlasst, Kasse zu machen. Denn das US-Repräsentantenhaus hat eine neue Zusatzsteuer von 5 Prozent auf Einkommen über 10 Millionen Dollar und 8 Prozent auf Einkommen über 25 Millionen Dollar vorgeschlagen. Doch der wohl größte Faktor, der die Insider-Verkäufe in die Höhe treibt, ist die stark gestiegene Bewertung der Aktien.

Adam Aron, der CEO von AMC Entertainment, dessen Aktienkurs in diesem Jahr um mehr als 1.500 Prozent gestiegen ist, verkaufte im letzten Monat 625.000 AMC-Aktien für rund 25 Millionen Dollar. Aktuell plant er den Verkauf von insgesamt 1,25 Millionen Aktien.

Das große „Aktienspiel“ wird immer nach dem gleichen Ablauf gespielt. Die großen Marktteilnehmer haben bessere Informationen und sind besser vernetzt. Warum verkaufen sogenannte Insider Aktien ihres eigenen Unternehmens im großen Stil? Sie bekommen als erste mit, wenn Übertreibungen vorliegen. Das frisch gedruckte Papiergeld hat seinen Weg in die Aktien und Immobilien gefunden und für eine massive Übertreibung gesorgt.

Die Immobilienpreise sind durch die Hypothekenzinserhöhungen „abgewürgt“ worden. Und was passiert am Aktienmarkt? Die, die zuerst verkaufen, bekommen die besten Preise und die Kosten tragen die, die die als letzte verkaufen. Und hier schließt sich der Kreis.

Man sollte möglichst auf die Menschen hören, die die besseren Informationen haben, sonst wandert das Geld – wieder einmal- von vielen „kleinen Taschen“ in einige „Große“.

 

Was steckt hinter finanziellen Krisen?

Die Fed („Federal Reserve“) befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die Märkte zusammen. Dabei stellt sich die Frage: Wollen die Verantwortlichen den Crash überhaupt verhindern?

Jerome Powell, Präsident der Zentralbank, hat die Inflation in seinem Land bisher heruntergespielt. Immer wieder betonte er, es handle sich um ein „vorübergehendes Phänomen“, das man gut im Griff habe und das keine besonderen Maßnahmen erfordere.

Inzwischen hat ihm die Realität jedoch einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht. Seit Monaten eilen die Preise in den USA von Rekord zu Rekord. Im März sind sie gegenüber dem Vorjahresmonat offiziell um sage und schreibe 8,5 Prozent (und damit um den höchsten Satz seit mehr als vierzig Jahren) gestiegen.

Um seine Glaubwürdigkeit nicht vollends zu verlieren, blieb Powell schließlich nichts anderes übrig, als zu handeln. Anfang Mai hob die Fed den Leitzins um 0,5 Prozent an. Somit hat dieser den höchsten Wert seit einundzwanzig Jahren erreicht. Außerdem stellte sie weitere Zinserhöhungen für den Fall in Aussicht, dass die Inflation trotz der eingeleiteten Gegenmaßnahmen weiter anziehen sollte.

 

Powell fürchtet den Bürgerkrieg

Die Frage, die sich angesichts dieser strategischen Kehrtwende aufdrängt, lautet: Wieso hat die Fed so lange gewartet? Wieso hat sie nicht schon im vergangenen Jahr begonnen, den Leitzins behutsam anzuheben, um so eine harte Landung zu vermeiden?

Die Antwort lautet: Weil Zinserhöhungen im gegenwärtigen Finanzumfeld ähnlich wirken wie das Löschen eines Feuers mit einem Brandbeschleuniger. Wie der Rest der Welt, sitzen die USA auf einem historischen Schuldenberg, der inzwischen alle Rekorde sprengt. Diese Schulden müssen unablässig bedient werden, und da wirkt jedes Zehntelprozent wie ein Mühlstein um den Hals der Schuldner.

Außerdem steht außer Zweifel, dass die USA sich zurzeit auf dem Weg in eine Rezession befinden, die durch die Zinserhöhung mit Sicherheit angefacht und nicht etwa abgemildert wird. Das wiederum bedeutet nichts anderes, als dass Powells Entscheidung die US-Wirtschaft mit Sicherheit in die nächste große Krise treiben wird.

Warum aber hat die Fed dann überhaupt gehandelt und das Problem nicht einfach weiter ausgesessen? Das dürfte vor allem einen Grund haben: Eine fast zehnprozentige Inflation (der inoffizielle – und wesentlich glaubwürdigere – Wert liegt zurzeit bei 18 bis 22 Prozent) hat insbesondere auf untere Einkommensschichten verheerende Auswirkungen und kann sich schnell in sozialen Unruhen entladen. Anders ausgedrückt: Die Fed fürchtet den Bürgerkrieg.

Der Fed blieb in der vergangenen Woche im Grunde also gar nichts anderes übrig, als sich wider besseres Wissen für eine Zinserhöhung zu entscheiden. Doch was wird diese Entscheidung für Auswirkungen haben?

 

Die Folgen werden dramatisch sein

Bereits in den ersten Tagen zeigten sich an den Finanzmärkten heftige Turbulenzen. Dass die zu erwarten waren, zeigt ein Blick zurück in die jüngere Vergangenheit: Als die Weltfinanzkrise und die Eurokrise das globale Finanzsystem kräftig durchgeschüttelt hatten, unternahm die Fed unter Powells Vorgängerin Janet Yellen zwischen 2016 und 2018 schon einmal den Versuch, ihre ultra-lockere Geldpolitik zu straffen und zu einer „normalen“ Zinspolitik zurückzukehren.

Nachdem sie 2016 und 2017 nur zaghafte 0,25-Prozent-Erhöhungen vorgenommen hatte, verschärfte Yellen das Tempo 2018 und hob den Leitzins in vier Schritten um insgesamt ein Prozent an. Die Folgen waren verheerend: Zu Weihnachten 2018 kam es an den internationalen Aktienmärkten zu den größten Kurseinbrüchen seit achtzig Jahren. Die Fed versprach den Investoren daraufhin umgehend, keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen und schaffte es so, die Märkte zumindest vorübergehend zu beruhigen.

Erwartet uns jetzt ein ähnlicher Crash wie zu Weihnachten 2018? Sind die Korrekturen der zurückliegenden Tage Frühindikatoren eines bevorstehenden gewaltigen Einbruchs? Theoretisch müsste man davon ausgehen, denn die Gemengelage, mit der wir es aktuell zu tun haben, ist wesentlich brisanter als die von 2018.

Doch es gibt auch Faktoren, die die Entwicklung vorübergehend ausbremsen und zu einer Verzögerung des finalen Kollapses führen können. So treibt die US-Zinserhöhung z.B. den Kurs des Dollar gegenüber anderen Währungen wie dem Euro in die Höhe und verhilft der US-Währung im Verhältnis zu ihren Konkurrenten zu einer kurzen Verschnaufpause. Darüber hinaus sorgen die 0,5 Prozent Zinsen dafür, dass die seit einiger Zeit anhaltende Kapitalflucht aus China weiter verstärkt wird. Somit wird der größte internationale Wettbewerber der USA zusätzlich unter Druck gesetzt.

 

Ziel ist die Überbrückung bis zum finalen Crash

Das alles sind aber nur vorübergehende Entwicklungen, die den endgültigen Zusammenbruch des Systems nicht aufhalten werden. Dennoch scheint sich hinter Powells Entscheidung, das System gerade jetzt unter Druck zu setzen, noch ein weiterer wichtiger Faktor zu verbergen. Das politische und wirtschaftliche Umfeld war nämlich seit langem nicht so günstig, um die internationale Öffentlichkeit über die wahren Gründe für die Inflation hinwegzutäuschen und ihr gewissermaßen auf einem goldenen Tablett einen Sündenbock für die anhaltende Geldentwertung zu präsentieren.

Seit Wochen blickt fast die gesamte Welt wie gebannt auf den Ukrainekrieg. Politik und Medien arbeiten rund um die Uhr daran, diesen Konflikt zum Hauptübel unserer Zeit zu erklären und so gut wie alle negativen Erscheinungen auf das Kriegsgeschehen zurückzuführen.

Ob Energiekrise, Lieferkettenprobleme, Nahrungsmittelengpässe oder Inflation – sämtliche dieser Entwicklungen werden derzeit ursächlich mit dem Ukrainekrieg verknüpft, die Schuld dafür dem russischen Präsidenten Putin und seinen vermeintlichen Allmachtsphantasien in die Schuhe geschoben.

Hinzu kommt noch ein zweites Phänomen, das den Machthabern derzeit hervorragend in die Hände spielt: der Lockdown, den die chinesische Regierung im Zuge ihrer Zero-Covid-Politik über Shanghai, einige andere Großstädte und mittlerweile auch über Teile der Hauptstadt Beijing verhängt hat. Er hat dazu geführt, dass sich vor den chinesischen Häfen hunderte von Containerschiffen stauen, die nicht abgefertigt werden können.

Die Auswirkungen werden die gesamte Welt mit aller Härte treffen, denn China ist mittlerweile globale Handelsnation Nr. 1. Die Organisation Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für dieses Jahr bereits wegen der Lage in China nach unten korrigiert.

Für die US-Politiker und Jerome Powell kommen diese Hiobsbotschaften wie gerufen. Sie können gemeinsam in den Medien mit dem Finger auf China und Russland zeigen, während sie – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – im Hintergrund eine Agenda verfolgen, die unser aller Zukunft stärker als jeder Krieg beeinflussen wird.

 

Die Agenda im Hintergrund

Ziel ist höchstwahrscheinlich die Einführung digitaler Zentralbankwährungen. Das aktuelle Geldsystem hat abgewirtschaftet, die rasante Geldentwertung kann mit den herkömmlichen Mitteln nicht mehr aufgehalten werden. Deshalb arbeiten sämtliche große Zentralbanken der Welt unter Hochdruck an der Vorbereitung von CBDC’s (central bank digital currencies).

Die CBDC’s liefern uns allerdings alle der Willkür und der Kontrolle durch die Zentralbanken und damit dem Staat aus und würden unter normalen Umständen von der Mehrheit der Bevölkerung nicht akzeptiert.

Aus diesem Grund hat man offensichtlich folgenden Plan gefasst: Man will das neue Geld in Form des universellen Grundeinkommens einführen und es den Menschen als humanitären Akt, als eine Art staatliche Wohltat, präsentieren. Dazu bedarf es allerdings einer besonderen Voraussetzung: extrem schwierige wirtschaftliche und soziale Verhältnisse. Das wäre z.B. ein Mix aus Massenarbeitslosigkeit, Inflation, Energiekrise und Lieferkettenproblemen.

Genau diese Situation wird zurzeit von allen wichtigen Regierungen vorsätzlich herbeigeführt. Niemand sollte glauben, wir hätten es mit ahnungslosen Politikern zu tun, die blind in eine Katastrophe hineintappen. Die Katastrophe ist gewollt, sie folgt sogar einem Skript mit dem Namen „The Great Reset“ und treibt uns aktuell in dessen wichtigste Phase, nämlich die der sogenannten „kreativen Zerstörung“.

Russische Zentralbank kauft kein Gold mehr, weil die Bürger sich damit eindecken – und was machen wir?

Am Dienstag, den 15. März, hat die russische Zentralbank den Goldankauf von Banken ausgesetzt, weil die Nachfrage nach dem Edelmetall seitens der russischen Bürger gestiegen ist. Wie lange diese Maßnahme andauern werde, hat sie nicht verkündet.

„Derzeit ist die Nachfrage der privaten Haushalte nach dem Kauf von physischem Gold in Form von Barren gestiegen, was insbesondere auf die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf diese Geschäfte zurückzuführen ist“, sagte die Zentralbank in einer Erklärung.

In der vergangenen Woche hat der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz unterzeichnet, das Privatpersonen beim Goldkauf von der Mehrwertsteuer befreit (die zuvor bei 20 Prozent lag). Die neuen Rechtsvorschriften gelten rückwirkend für Goldkäufe, die seit dem 1. März getätigt wurden.

Mit der Maßnahme sollen Privatanlegern Investitionen in physisches Gold erleichtert werden, nachdem der Rubel aufgrund der westlichen Sanktionen erheblich an Wert verloren hat.

Zugleich hat Moskau Beschränkungen für den Kauf einiger ausländischer Währungen verhängt, darunter Dollar und Euro, die für russische Bürger bisher eine übliche Methode waren, ihre Ersparnisse gegen Inflation zu schützen. Diese Funktion soll nach dem Willen der Behörden nun das Gold übernehmen.

Die westlichen Sanktionen haben Russland von wichtigen Teilen der globalen Finanzmärkte abgeschnitten. Fast die Hälfte der russischen Gold- und Devisenreserven in Höhe von 640 Milliarden Dollar wurden eingefroren. Dies hat die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 ausgelöst.

Der Kauf von Edelmetallen durch die Bürger trägt dazu bei, die Menge an Bargeld zu reduzieren, die die Wirtschaft überflutet. Das kommt auch der Liquidität der Banken zugute. Durch die Goldkäufe wird die zu hohe Liquidität abgebaut. Russland gehört neben China und Australien zu den größten Goldproduzenten der Welt.

In Deutschland horten die meisten Bürger ihr Bargeld und lassen ihr Geld auf Bankkonten, Girokonten und ähnlichem. Eine meiner Kundin, sie ist Steuerberaterin, sagte mir, dass sie 350.000 € auf dem Girokonto hat. Wir stehen erst am Anfang einer Inflation. Wenn wir nur mal eine Inflation von 5 % annehmen, verliert ihr sauer verdientes Geld 50 € Kaufkraft pro Tag. Wenn wir die „echte“ Inflation nehmen, sind es wahrscheinlich 100 €.

Die Russen kaufen keine Dollar oder Euro mehr, sondern Gold. Und was machen wir? Nichts! Im besten Fall tut es noch eine überteuerte Immobilie.

Den Dollar gibt es seit 1913, den Euro seit 2002 und Gold und Silber seit 3.000 vor Christus. Der Dollar hat 98 % an Kaufkraft seit 1971 verloren, der Euro seit Beginn 85 %.

Nur bei Gold und Silber gibt es keine Inflation. Zur Verdeutlichung: Vor 100 Jahren konnte man für 20 $ oder eine Unze Gold einen Anzug kaufen. Heute bekommt man für eine Unze Gold immer noch einen Anzug und für 20 $ lediglich die Socken dazu. Das ist eine Tatsache, die in Deutschland niemand sehen will. Und wir haben keine Mehrwertsteuer auf Gold!

Nun wird es langsam ernst – Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben. Kaufen Sie Gold und Silber, um sich davor zu schützen.

Handlungsempfehlung in der aktuellen Situation

Sie haben sicherlich aus den Medien bereits mitbekommen, dass der Goldpreis nach oben geht. Üblicherweise wird gesagt, Gold wird teurer. So ist zumindest die Sichtweise in den Medien. Tatsächlich ist es aber andersherum. Unser Geld wurde zum Tauschen erfunden und hat somit auch nur einen Tauschwert.

Aktuell wurde so viel „Tauschpapier“ gedruckt, wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Und wenn etwas sehr viel vorhanden ist, wird es günstiger. Ich muss also mehr Papiere aufwenden, um die gleiche Menge Gold zu erwerben, da die „Tauschpapiere“ weniger wert sind. Korrekt ausgedrückt ist also nicht Gold teurer geworden, sondern die Währungen schwächer.

Ein neues Gespenst, was besonders an den Zapfsäulen deutlich zu beobachten ist: Die Benzinpreise steigen. Auch hier wird verdeutlicht, dass die Währung schwächer geworden ist. Das nennt man schlicht und einfach Inflation.

Leider ist eine Inflation nicht beherrschbar. Sie ist nichts anderes als eine versteckte Steuer. Schulden werden weniger wert und Vermögen in Papier auch. Und die Staaten haben eine Menge Schulden.

 

Was kann ich tun, damit meine Anlage nicht an Wert verliert?

 

Bitte planen Sie jetzt nicht, sich hoch in Immobilien zu verschulden. Die Banken können, wenn sie in Not sind, Kredite fällig stellen. Wer auf eine Währungsreform spekuliert, dem sei gesagt, dass Schulden anders bewertet werden als Guthaben. Nach der Reform haben Sie mehr und nicht weniger Schulden.

 

Hinzu kommen noch die folgenden möglichen Gefahren:

  • eine Vermögensabgabe für alle (prozentual zum Barvermögen)
  • eine Zwangshypothek für Immobilienbesitzer (hat es nach dem Krieg schon einmal gegeben. Das damalige Gesetz wurde auf „Sozialausgleich“ umgetauft. Aktuell werden die Immobilien neu „bewertet“, warum wohl?)
  • Minuszinsen
  • Herabsetzungen von Leistungen der Lebensversicherungen
  • Verlängerung der Laufzeiten von Anleihen, siehe CAC-Klausel (heißt, Sie bekommen nur Ihre „Zinsen“, das Geld was Sie in die Anleihe investiert haben, bekommen Sie niemals wieder)

 

Die politische Lage ist auch nicht einfach. Die Chinesen beobachten genau, wie die Nato und Russland sich verhalten. Warum? Es gibt ein chinesisches Gesetz, was dem Sinn gemäß sagt, dass China Taiwan angreifen darf, wenn alle friedlichen Bemühungen scheitern. Das heißt wiederum, China muss nur beschließen, dass alle friedlichen Bemühung gescheitert sind…

 

Wenn Sie einen Teil Ihres „Papieres“ in Gold und Silber umtauschen, erhalten Sie sich damit Ihre aktuelle Kaufkraft. Da diese beiden Metalle massiv manipuliert werden, wird es noch zusätzliche Kursgewinne geben, wenn diese „Klammer“ entfällt.

Vierte Superblase am Aktienmarkt?

In der vergangenen hundert Jahren hat es am Aktienmarkt drei Superblasen gegeben, die allesamt geplatzt sind: 1929, 2000 und 2008. Doch die größte aller Blasen an den Börsen bezieht sich auf die Gegenwart. Wenn diese platzen sollte, kommt es zur schlimmsten Finanzkrise der Menschheit.

Der Januar markierte den schlechtesten Start in ein Börsenjahr seit 2016, wobei der US-NASDAQ-Index um 15,6 Prozent fiel, während der Elektroautohersteller Tesla um rund 25 Prozent einbrach, so „The Daily Express“.

Letzte Woche brachen die Aktien des Social-Media-Giganten Facebook (vor kurzem in Meta umbenannt) um ein Viertel ein und zogen unglaubliche 230 Milliarden US-Dollar von seiner Marktkapitalisierung ab. Das ist der größte Tagesverlust in der Geschichte eines US-Unternehmens. Heiße US-Technologieaktien, die von den Corona-Lockdowns profitierten, seien am stärksten vom Wertverlust betroffen, weil die Übertreibung am größten ist. Die Facebookaktie lässt vermuten, wie nervös Tech-Investoren im Moment sein müssen. Sie spiegelt auch die gigantischen Gewinne wieder, die die Technologiegiganten während der Pandemie erzielt haben.

Nun ist es bei etlichen Aktien so gekommen, wie es stets zu kommen pflegt: Einer längeren Phase kolossaler Überbeliebtheit folgt der jähe Absturz. Vernunft und Realitätssinn gewinnen die Oberhand; Euphorie und Naivität gehen von dannen.

Vermutlich wird ein Börsencrash in zwei Wellen stattfinden. Ursächlich werde die desaströse Geldpolitik der Fed sein. Nach dem ersten Abrutschen der Kurse werden Anleger wahrscheinlich nach ca. 20 % erneut zugreifen in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu machen. Doch dann geht die Rutsche erst richtig los. So war es 1929 und auch 2000-2003.

Die derzeitige Krise ist allerdings nicht vergleichbar mit der Finanzkrise 2008 oder der Weltwirtschaftskrise 1929. Die neue Depression, die aus der COVID-Pandemie entstanden ist, ist die schlimmste Krise in der Geschichte der Weltwirtschaft. Deflation, Verschuldung und Demografie werden jede Chance auf eine Erholung zunichtemachen, soziale Unruhen drohen. Das noch andauernde Kursfeuerwerk an den Börsen ist eine Illusion. Das Schlimmste steht uns noch bevor.

Können Sie sich vorstellen, dass der S&P 500, der Dow Jones und der NASDAQ binnen kürzester Zeit um 30, 40 oder sogar 50 Prozent abrutschen? Genau das wird meines Erachtens mit einer hohen Wahrscheinlichkeit passieren, denn die Kursgewinne an den Börsen stehen in einem Missverhältnis zur wirtschaftlichen Realität. Die Steigerungen sind schlichtweg disproportional. Wenn dieses Szenario eintreten sollte, würden die europäischen Börsen dies sehr deutlich zu spüren bekommen.Da Staaten und Großinvestoren aktuell wieder enorme Mengen physisches Gold und Silber kaufen, denke ich, dass der „Etappen-Crash“ bald beginnen wird.

Um der Inflation Herr zu werden, wird die USA die Zinsen erhöhen. Das verursacht wiederum, dass viele Schuldner auf einmal Zinsen für Ihre Schulden zahlen müssen. Dies wird viele überschuldete Unternehmen in die Pleite treiben. Eine lange verschobene Marktbereinigung wird stattfinden – mit allem, was dazu gehört.

Daher ist es Zeit für die Realisierung der Gewinne und die Umschichtung dieser in Sachwerte wie Gold und Silber.

Denken Sie immer daran: An der Börse wird nicht geklingelt, weder beim Ein- noch beim Ausstieg.

Aktien als letzter Ausweg?

In den Medien wird massiv für Aktien getrommelt und es scheint ja tatsächlich ein nahezu risikoloses Anlageverfahren zu sein, da die Aktien immer weiter steigen. Es gibt nirgendwo mehr Zinsen und die Immobilienpreise sind derzeit so teuer wie nie. Alternativen gibt es also auch keine, so will uns die Presse glauben machen.

Aktien steigen und fallen auch wieder. Das ist leider die Realität. Wie heißt es so schön – an der Börse wird nicht geklingelt (weder zum Ein- noch zum Ausstieg). Das Geschäft sieht in der Realität immer gleich aus. Das Geld von ganz vielen Taschen wandert in einige wenige. Die großen Player haben die Informationen und die Marktmacht, um als erstes reagieren zu können. Es seien hier nur mal die Vermögensverwalter BlackRock und Vanguard zu nennen.

Lassen Sie uns doch mal zurückblicken und nach Parallelen schauen. Was lehrt uns die Vergangenheit? Die vermutlich erste große Spekulationsblase fand in Holland um 1634 mit Tulpenzwiebeln statt. Eine einfache Zwiebel kostete damals 30 Groschen. Zwei Jahre später schon 3 Gulden – also das Zehnfache. Es ging später nicht mehr um den schönen seltenen Anblick von Tulpen, sondern darum, was man damit verdienen kann. Und die Preise stiegen weiter und weiter.

Ein Landwirt zahlte für eine einzige Zwiebel der Sorte „Vizekönig“ vier Ochsen, acht Schweine, zwölf Schafe, 1000 Pfund Käse, vier Tonnen Butter, 20 Fässer Wein, 320 Scheffel Roggen, 160 Scheffel Weizen, ein Bett, kostbare Kleider und einen silbernen Becher im Gesamtwert von 2500 Gulden. Am 2. Februar 1637 machten Gerüchte die Runde, dass der Zwiebelhandel reglementiert werden solle. Im April wurden dann alle Zwiebelgeschäfte für ungültig erklärt.

Aus dieser Zeit existiert ein Bild, was betitelt wurde als „Darstellung 1637, als der eine oder andere Narr den Plan ausheckte, ohne Fähigkeiten reich und ohne Verstand weise zu werden.“
Schon daraus lässt sich eine nicht zu unterschätzende Weisheit meines guten Freundes Guido ablesen: „Kenne den, der die Spielregeln macht und den, der sie ändern kann.“

1720 fand die Südseespekulation statt. Die Südseegesellschaft lieh all‘ ihr Geld dem Staat für das Recht, unentdeckte Inseln für die Krone in Besitz zu nehmen und auszubeuten. Die Südseeaktie kostete 1719 100 % und Ende des Jahres schon 319 %. Bei 300 % gab es dann eine Kapitalaufstockung. Am 25.05.1720 kostet das Papier 500 %, am 2.7. 890 % und bald über 1.000 %. Der gesamte Wert der Firma war fünfmal mehr wert als alles umlaufende Bargeld in ganz Europa. Um den Wert oben zu halten, wurden Dividenden von 30-50 % gezahlt. Ende September war die Spekulation vorbei und es hagelte Pleiten. Natürlich haben alle Aktionäre nur karge Erträge erhalten. Hinweise auf heutige Spekulationen sind ausdrücklich erlaubt.

In Preußen gab es zwischen 1790 und 1870 ca. 300 Aktiengesellschaften. In den „Gründerjahren“ 1870/71 entstanden über 780 preußische AG’s. Die Umsätze der Berliner Börse steigerten sich innerhalb eines Jahres um 60 % und der Index stieg um 85 %. Bis 1870 hatte der „einfache“ Bürger keine Ahnung von der Börse, aber jede Zeitung hatte damals einen „Courszettel“. Handwerker, Bauern – regelrecht alle kauften auf einmal Aktien. Der Sparstrumpf war out. Im November 1872 stiegen die Kurse nicht mehr und es gab Gerüchte um Betrügereien und Unregelmäßigkeiten.

Als am 8. und 9.5.1873 die Wiener Börse zusammenbrach, gab es kein Halten mehr. Der Abschwung in Deutschland dauerte 54 Monate und vernichtete rund 65 % des gesamten Aktienvermögens der Nation. Die Wirtschaft lag am Boden, Inflation griff um sich, viele Betriebe mussten schließen und die Bevölkerung litt bittere Not. Die Erholung davon dauerte an die 23 Jahre.

1929 war es noch dramatischer. Von 1921 an stiegen die Kurse im Schnitt um über 400 %. Der amerikanische Präsident Herbert Hoover sagte: „Wir sind dem endgültigen Sieg über die Armut heute näher als je zu vor in unserer Geschichte“. Selten hat sich ein Staatsmann so geirrt. General Motors z.B. sackte anschließend von 92 Dollar auf 1,25 Dollar ab. Die Haussen (steigende Kurse) dauerten genau so lang wie 2001, nur waren die Kurse 2001 noch übertriebener.

 

Was macht den Unterschied zu 1929, als die Kurse um 80 % einbrachen?

  • Das Fehlverhalten der Notenbanken, die das Geld wegen der Inflation verknappten – heute gibt es Geld im Überfluss, was die Inflation anheizt.
  • Die hohen Dollarschulden vieler europäischer Staaten (heute haben alle hohe Schulden, ganz gleich, welche Währung sie haben)
  • Das Abflauen des Konjunkturzykluses, was durch Corona, Lieferengpässe und Lockdowns mehr denn je gegeben ist. Das europäische Wirtschaftswachstum ist quasi nicht mehr vorhanden.
  • Die Vernetzung der Computersysteme – die meisten Institutionen arbeiten mit ähnlichen Algorithmen. Dadurch wird es mit dem Abschwung sehr viel schneller gehen als in der Vergangenheit. Die Banken sind so verknüpft, dass es eine ganze Reihe von Pleiten geben wird.

 

Fazit
Papiergeld fußt auf Vertrauen, sonst nichts. Wenn das Vertrauen weg ist, ist ein Papiervermögen eine gefährliche Angelegenheit und schrumpfende Aktienmärkte keine Alternative. Heute kann man virtuelle Mode, die man nie in den Händen halten wird, teuer kaufen. Wenn es des „Kaisers neue Kleider“ gibt, wird es gefährlich. Denken Sie daran, dass BlackRock und Vanguard Geld verdienen wollen. Der Abverkauf wird kommen, weil die beiden Plattformen wieder günstig einkaufen wollen und über die Marktmacht verfügen, die Spielregeln zu beeinflussen. Denken Sie an den, der die Spielregeln macht…

 

Was können wir 2022 von Gold und Silber erwarten?

Ich wünsche allen ein frohes und besinnliches neues Jahr in 2022. Was können wir in diesem Jahr eigentlich von Gold und Silber erwarten? Ich habe für Sie eine Zusammenfassung erstellt:

Gold:

  • Die Zentralbanken kauften 2021 Gold. Auch Singapur und Irland sind seit vielen Jahren das erste Mal wieder dabei.
  • 40 % der institutionellen Anleger planen in der nächsten Zeit Ihre Goldbestände aufzubauen oder auszubauen.
  • China beklagte sich nicht über die niedrigen Goldpreise, sondern kaufte. Die Handelsvolumina stiegen auf das höchste Niveau 2021.

Es gab bisher keinen Moment in der Geschichte, in dem so hemmungslos Geld gedruckt, ausgegeben und geliehen. Das erhöht das Finanz- und Marktrisiko. Gold und Silber sind dagegen der sichere Hafen.

Mein Tipp: Achten Sie nicht auf die kurzfristigen Kursbewegungen. Vermögensblasen und Schuldenlasten sind in erster Linie der Grund, warum man Gold kaufen sollte. Gold erhält Ihre Kaufkraft, egal, was passiert. Und es kann die Kaufkraft sogar noch erhöhen.

Durch steigende Schulden, einem Rekorddefizit und einer unkontrollierbaren Währungsabwertung führt kaum ein Weg ein Gold und Silber vorbei.

Silber:

  • Die Verabschiedung des US Infrastrukurgesetzes bedeutet, dass die industrielle Nutzung von Silber in die Gänge kommt. Mehr grüne Energie braucht mehr Silber.
  • Das Silberangebot stellt ein Problem da. Es wird über mehrere Jahre zu einem Defizit kommen, da mehr Silber nachgefragt als angeboten wird.
  • Die Nachfrage ist ungebrochen. Bisher war 2015 das stärkste Jahr. 2022 wird eine noch stärkere Nachfrage entstehen. Physisch werden voraussichtlich mehr als 100 Millionen Unzen verkauft.

Der Silberpreis wurde in der Vergangenheit maximal manipuliert, was aber nicht mehr möglich ist, sobald jeder den wahren Wert erkennt. Viele Experten gehen von einem dreistelligen Unzenpreis aus. Echtes Geld kann nicht gedruckt oder aus dem Nichts hervorgezaubert werden.

Ein weiterer Bereich für die Nutzung von Silber: Seit Jahrhunderten wird Silber gegen Bakterien und Viren eingesetzt. Die „Heilkraft“ wird aktuell wieder entdeckt. Ich habe kolloidales Silber bei einer Virusinfektion eingenommen. Nach 48 Stunden war das Gröbste überstanden.

Die Inflation wird weiter steigen, da das Geldsystem anders nicht funktioniert. Die Geschichte wiederholt sich – der Bürger zahlt über den Kaufkraftverlust. Die Kaufkraft ist eine so mächtige Kraft, dass sie alles verändern wird, auch die Preise von Gold und Silber.

 

Wir alle sind von sehr großer Ungewissheit umgeben. Sei es in der Geopolitik, der Wirtschaft, den Märkten, dem Geldsystem oder der Pandemie.

Dieses hohe Risiko verdeutlicht, wie wichtig der Besitz von physischem Gold und/oder Silber ist.

 

 

Besinnliche Weihnachtszeit?

Besinnen? Dieses Wort wurde früher in meiner Kindheit viel gebraucht – vor allem in der Kirche. Als Kind habe ich gar nicht verstanden, um was es dabei überhaupt geht. Jetzt kommt mir die Bedeutung schon näher. Besinnen!

Es ist Zeit, sich zu „besinnen“, zurückzudenken und innezuhalten. Es war ein verrücktes, komisches und sehr geschäftiges Jahr. Voll mit Verunsicherungen und komplett neuen Einsichten.

Man sagt über uns Deutsche, dass wir ein Volk der Dichter und Denker sind, was ich inzwischen sehr stark anzweifle. Das Individuum ist nicht mehr in seiner Einzigartigkeit, sondern wird einer ständigen, nicht nachlassenden Medienkanonade ausgesetzt und hat das zu glauben, was die Medien predigen.

Einer meiner Freunde sagt immer: „Eine Kakerlake kann einen Atomschlag überleben, aber ganz einfach von einer zusammengerollten Zeitung erschlagen werden.“ Das verdeutlicht, wie gefährlich die Medien sind.

Die Gesellschaft wird gespalten und alles beschäftigt sich nur noch mit einem Thema, vielleicht, um von anderen Themen abzulenken, wer weiß?

Die Kirche wurde mir immer als ausgeglichen, haltgebend und weitsichtig beschrieben.

Letzte Woche erfuhr ich von einer Bekannten, die in einem „christlichen“ Haus lebt und sich dort sehr engagiert hat, dass Sie von allen gesellschaftlichen Aktivitäten ausgeschlossen wurde, da sie nicht geimpft ist. Etwas bedauernswerteres kann ich mir nicht vorstellen.

 

Was ich damit sagen will? Es ist wieder Zeit, sich auf seine Mitmenschen zu besinnen, auf Ihre guten und weniger guten Eigenschaften, auf Ihre Stärken und Schwächen, auf Ihre menschliche Wärme und nicht auf Ihren Impfstatus.

 

In diesem Sinne wünsche ich besinnliche Feiertage!

 

Ihr

 

Sven Ode