Wie wirkt das FED und warum sollte es abgeschafft werden?

Im letzten Beitrag haben wir über die Entstehung des FED (Federal Reserve System) und die Ziele der handelnden Personen berichtet.
Nun möchten wir darauf eingehen, wie das FED wirkt bzw. wie es arbeitet.

Eines der Märchen über das FED besagt, dass es die Wirtschaft stabilisieren soll. Doch in der Realität bewirkt es das genaue Gegenteil. Die Destabilisierung der Wirtschaft wurde vor einem großen Crash wie 1929 überdeutlich und derselbe Ursache-Wirkung-Effekt hält bis zum heutigen Tage an.

Solange Menschen die Macht haben, mit dem Geldvorrat zu spielen, werden sie sich bemühen, das Naturgesetz von Angebot und Nachfrage zu umgehen. Egal wie edel die Motive seien, dies zu tun, werden sie im natürlichen Fluss der Dinge Verwerfungen erzeugen.

Sobald diese auftreten, versucht man, durch eine entgegengesetzte Verwerfung einen Ausgleich zu erzeugen. Niemand ist in der Lage alles zu überblicken und so werden durch die Zerrüttungen neue Kräfte entstehen, die auch bei größter Weisheit nicht zu erkennen sind.

Es entspricht der egoistischen Narrheit der vermeintlichen „Experten“, zu glauben, sie können das gemeinsame Handeln von Hunderten von Millionen Menschen austricksen und beeinflussen.

Schon deshalb ist das FED dazu verurteilt, mit seiner Mission zu versagen. Die Wirtschaft wird momentan durch das „Erschaffen“ von Billionen Dollars bzw. Euros destabilisiert. Dieses „Geld“ gibt es nicht, sorgt aber dafür das Produkte oder Dinge teurer werden – Angebot und Nachfrage.

Aktuell ist das Geld in Aktien und Immobilien „angekommen“. Wo man hinhört, werden die Immobilien immer teurer und die Aktien steigen immer weiter. Dazu kommt, dass viele junge Leute neu im Aktienmarkt sind und viele davon auf Kredit.

In nicht allzu ferner Zukunft werden die Aktien- und die Anleihenmärkte wieder zusammenbrechen, Geld aus Millionen kleiner Taschen werden in einige große wandern. So war und ist das große „Spiel“ leider immer wieder.

Wenn die Märkte nicht reguliert werden und die Währungen goldgedeckt wären, würde es eine bessere Welt geben. Kriege wären dann auch passé – sie wären schlicht nicht finanzierbar.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff FED?

Jeder denkt landläufig, dass sich hinter dem Begriff FED die „Federal reserve bank“ verbirgt, also die amerikanische Zentralbank.

Aber stimmt das auch?

Diese „Bank“ wurde 1911 von sieben Menschen entwickelt, die zur damaligen Zeit über ein Viertel des Weltvermögens verfügten.Es waren sowohl Politiker als auch Bankiers an diesem Projekt beteiligt, welches auf Jekyll Island entworfen wurde.

Die fünf Ziele waren…

1. …den Einfluss kleiner rivalisierender Bank einzudämmen und sicherzustellen, dass die finanziellen Ressourcen der Nation in den Händen der Anwesenden verbleibt.

2. …den Geldvorrat „elastischer“ zu gestalten, um die Finanzierung der Industrie zurückzugewinnen.

3. …die mageren Reserven aller nationalen Banken zusammenzufassen, sodass einige sich gegen einen eventuellen Abfluss von Kapital stellen können.

4. …unvermeidbare Verluste auf den Steuerzahler abzuwälzen.

5. …den amerikanischen Kongress davon zu überzeugen, dass dieses Projekt zum Schutze der Öffentlichkeit dient.

Die ersten beiden Punkte wurden in einem Gesetz verabschiedet, was in der „richtigen“ Sprache ein Kartellabkommen umschrieb. Der dritte und vierte Punkt wurde mit Schaffung einer echten Zentralbank, die unbegrenzt Geld „drucken“ könnte, erledigt. In den ersten vier Punkten folgte man Paul Warburg, der fünfte war schwieriger, denn:

– Es darf weder der Begriff Kartell noch Zentralbank auftauchen
– Es soll wie eine Regierungseinrichtung aussehen
– Es sollen regionale Zweigstellen eingerichtet werden. Dies soll wie eine Dezentralisierung aussehen
– Am Anfang sollte eine konservative Struktur stehen, bis man in späteren Jahren still und heimlich Vorschriften ändern oder ganz streichen könnte
– Die Verbitterung durch jüngste Bankenzusammenbrüche sollte genutzt werden, damit die Öffentlichkeit währungspolitische Reformen verlangt
– Es sollten Professoren eingeschaltet werden, um dem Ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben
– Man sollte sich gegen den Plan aussprechen, um die Öffentlichkeit glauben zu machen, die Wall-Street-Banker seinen dagegen

Der Plan von Jekyll Island sollte die Antwort sein. Das heißt, die FED ist ein nicht staatliches Kartell, das keine Reserven hat, sondern unbegrenzt für jeden beliebigen Staat Geld „drucken“ kann.

Russland sieht steigende Inflation als Gefahr und reagiert – Im Gegensatz zum Westen

Während die westlichen Zentralbanken die hohen Inflationsraten als lediglich “vorübergehend” betrachten und weiter an einer lockeren Geldpolitik festhalten, geht die russische Notenbank den entgegengesetzten Weg.

Die Verbraucherpreise in Russland laufen heiß. Die Inflationsrate hatte im Mai mit 6 Prozent den höchsten Wert seit Oktober 2016 erreicht. Lebensmittel verteuerten sich sogar um 7,4 Prozent. Im Zuge der konjunkturellen Erholung sei mit weiter erhöhtem Inflationsdruck zu rechnen.

Steigende Inflation ist ein globales Phänomen

Hohe Inflationsraten sind derzeit ein globales Problem. Auch in Deutschland haben die Verbraucherpreise in diesem Jahr stetig zugelegt. Im Mai erreichte die jährliche Inflationsrate mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit fast 10 Jahren. In der Eurozone ist die Inflation im Mai knapp über das Ziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent gestiegen. Die USA verzeichneten im Mai sogar eine Inflationsrate von 5 Prozent.

Doch obwohl steigende Inflationsraten ein globales Phänomen darstellen, reagieren die jeweiligen Zentralbanken auf unterschiedliche Weise. Die Gouverneure der US-Notenbank sprechen immer wieder davon, dass die Inflation “vorübergehend” sei und wahrscheinlich von selbst wieder verschwinden werde. Daher belassen sie die Zinssätze bis mindestens nächstes Jahr auf nahezu Null und kaufen weiterhin Wertpapiere im Umfang von 120 Milliarden Dollar pro Monat, um die langfristigen Zinssätze zu drücken.

Russland weicht vom Weg der anderen Zentralbanken ab

Russland hingegen geht den umgekehrten Weg. Diese Entwicklung begann bereits am 19. März mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,5 Prozent. Diese Entscheidung der russischen Notenbank kam für 27 der 28 von Reuters befragten Ökonomen überraschend. Mit einer Zinserhöhung hatten sie nicht gerechnet. Am 23. April erhöhte die Notenbank ihren Leitzins um weitere 50 Basispunkte auf 5 Prozent und am 11. Juni um weitere 50 Basispunkte auf 5,5 Prozent.

Die nächste Zinssitzung der Bank von Russland ist für den 23. Juli geplant. Gouverneurin Nabiullina bereitet die Märkte bereits auf die Möglichkeit einer weiteren schockartigen Zinserhöhung vor. Auf der Juli-Sitzung werde die Zentralbank eine Erhöhung um “25 Basispunkten bis 1 Prozentpunkt” in Betracht ziehen, sagte sie im Interview mit Bloomberg. “Wir sehen, dass die Inflation erhöht bleibt und dass die Inflationserwartungen ziemlich hoch sind”, so die Notenbankchefin.

Die anfänglichen Faktoren für diesen Inflationsschub waren die Abschwächung des Rubels im letzten Jahr und die Preissteigerungen bei Rohstoffen und Lebensmitteln, so Nabiullina. Diese beiden Faktoren allein würden keine geldpolitische Intervention erfordern. Aber jetzt blieben die Inflationserwartungen erhöht. “Das ist der Grund, warum wir sehen, dass die Inflationsbeschleunigung nicht vorübergehend ist, wie in vielen anderen Ländern, sondern eher anhaltend”.

Als Folge der höheren Inflation sieht Nabiullina die Notwendigkeit, dass die russische Notenbank die Zinsen erhöht. “Wir haben den Märkten signalisiert, dass weitere Leitzinserhöhungen notwendig sein können, um die Inflation einzudämmen.  Jetzt sehen wir, dass es gerechtfertigt ist”. Die Wirtschaft habe sich recht schnell erholt. Das Nachfragewachstum übersteige das Wachstum des Angebots. Und diese Lücke schaffe zusätzlichen Inflationsdruck.

Russland hat weiterhin negative Realzinsen

Nach Ansicht von Gouverneurin Nabiullina ist die Geldpolitik der russischen Notenbank noch immer „locker“. Denn, so ihre Argumentation, der aktuelle Leitzins von 5,5 Prozent ist weiterhin niedriger als die Inflationsrate von zuletzt 6 Prozent und so die Inflationserwartungen. Demzufolge verfolgen EZB und Fed eine extrem lockere Geldpolitik. Denn deren Leitzinsen liegen derzeit bei 0 Prozent beziehungsweise im Bereich von 0 bis 0,25 Prozent. Dies hat zur Folge, dass ihre Realzinsen viel weiter im negativen Bereich liegen als die Russischen.

Warum Geld immer wieder verschwindet, Gold aber stets bleibt.

Der Unterschied ist so gravierend wie einfach: (Papier-)Geld ist immer auf Schulden aufgebaut, Gold und Silber sind dagegen Besitz. Die Eiligen bräuchten nicht weiterlesen.

Eine gesunde Währung sollte immer so aufgebaut sein, dass sie leicht teilbar, tragbar, nicht verderben kann und knapp (oder: begrenzt verfügbar) ist. Zu Anfang der Zivilisation waren Kühe, Getreide oder Vergleichbares eine Währung. Mit dem Aufkommen von Metallen wurde es dann schnell Gold und Silber, was sich über tausende von Jahren bis heute an als Währung bewährt. Zudem sind die beiden Metalle nach wie vor sehr begehrt.

Natürlich lassen sich Papiergeldscheine schneller tauschen und sind leicht, aber sind sie knapp?

Mittlerweile hat wahrscheinlich jeder mitbekommen, dass in Zeiten von Corona Geld ohne Ende „gedruckt“ wurde. Somit bekommt man das Gefühl, es werden immer mehr Schulden.

Was resultiert schlussendlich daraus? Die Menschen verlieren das Vertrauen in die Währung alle und Produkte werden immer teurer. Gold ist ein sehr guter Gradmesser, um dies zu verdeutlichen: 2001 hat man für 100 Ecu (Eurovorläufer) 12,3 Gramm Gold bekommen. Heute bekommt man dafür noch 1,8 Gramm Gold. Das bedeutet, dass der Euro 85 % in 20 Jahren an Wert verloren hat.

Von 1871 bis 1914 waren die meisten europäischen Währungen goldgedeckt. D.h., ein Land hatte nur so viel Geld auf Papier, wie es Gold im Gegenwert hat. Wenn sich die Politik nicht einmischen würde, hätten wir somit ein stabiles Geldsystem.

Von 1700 bis 2013 gab es 330 Währungen, die nicht mehr existieren. Fast die Hälfte davon ist durch die Hyperinflation beendet worden. Niemand wollte das Geld mehr haben, weil es nichts mehr wert war. Man bekam keine Waren mehr dafür. Der niederländische Gulden war übrigens das längste gültige Zahlungsmittel in Papier – fast 200 Jahre lang hielt er sich.

Der Euro ist ebenfalls ein staatlich verordnetes Zahlungsmittel und die Fälschung unter Strafe gestellt. Aber auch der Euro ist nur auf Schulden aufgebaut. Gold wird es definitiv in 10 Jahre noch geben, ob wir dann noch den Euro haben, ist ziemlich unklar.

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, dem kann ich das Buch „Der große Neustart“ von Willem Middelkoop herzlichst empfehlen.

Altersvorsorge neu gedacht?

Wenn es nach dem Millionär Friedrich Merz geht, soll der Gesetzgeber die Deutschen zur privaten, kapitalmarktorientierten Altersvorsorge verpflichten. Dadurch würde die Altersvorsorge an das Schicksal der Börsen gekoppelt werden. Bei einem Crash würden die Deutschen alles verlieren.

Friedrich Merz hat einen Führungsanspruch innerhalb der CDU. Doch seine Ansichten über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sind offenbar nicht sehr zeitgemäß. Am 11. Juni 2019 veröffentlichte die Zeitung „Die Zeit“ einen Gastbeitrag: „Immer noch arbeiten Millionen deutscher Beschäftigter in börsennotierten Aktiengesellschaften, deren Erfolg von Millionen ausländischer Aktionäre vereinnahmt wird. Kaum ein börsennotiertes Unternehmen in Deutschland hat noch mehrheitlich deutsche Aktionäre. Daran muss sich etwas ändern, aber daran lässt sich nur etwas ändern, wenn in Deutschland eine neue Kultur des Aktiensparens entsteht und sich daraus eine neue Teilhabe am Erfolg der Marktwirtschaft entwickelt. Ich bin, anders als früher, heute auch der Auffassung, dass der Gesetzgeber eine Verpflichtung zur privaten, kapitalmarktorientierten Vorsorge für das Alter ernsthaft prüfen sollte, in welcher Form auch immer“, führt er darin aus.

Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass er die Bürger dazu verpflichten will, eigenständig in Aktien zu investieren. Doch der Aktienmarkt ist volatil – was passiert, wenn es an den Börsen zu einem Crash kommt? Schließlich ist es die Aufgabe des Staats, für die Altersvorsorge der Steuerzahler Sorge zu tragen. Die Bürger gehen an die Wahlurnen, um Politiker und Parteien als Repräsentanten des Volks an die Macht zu hieven – und keine börsennotierten Großkonzerne.

In einem Interview mit der „FAZ“ hatte Merz zuvor gesagt: „Es hilft, die Vorzüge des Aktiensparens anhand von einigen wenigen Zahlen zu verdeutlichen. Wer heute fünf Euro am Tag in einen Indexfonds (ETF) investiert, der die Wertentwicklung sagen wir des deutschen M-Dax nachbildet, legt 150 Euro im Monat an – eine Summe, die für viele Haushalte machbar ist. Nach zehn Jahren haben Sie 18.000 Euro eingezahlt. Daraus wären mehr als 40.000 Euro geworden.“

Fünf Euro am Tag sollen die Bürger also täglich in Aktienfonds investieren, wenn es nach Merz geht. Diese Aussage verdeutlicht, dass dem altgedienten CDU-Politiker und Ex-Black-Rock-Vertreter der Sinn für die wirtschaftlichen Realitäten der Deutschen fehlt. 

Die Altersvorsorge an die „Schwingungen“ der Börse zu koppeln, und sei es auch nur teilweise, ist mehr als nur gefährlich. Die weltweiten Börsen profitieren seit dem Jahr 2008 von der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken – sie leben und überleben auf Pump. Doch ein Börsencrash in den USA im Jahr 2021, der sich auch auf die europäischen Börsen desaströs auswirken würde, ist mehr als nur wahrscheinlich.

Umso verwunderlicher ist die feste Überzeugung von Merz, die Altersvorsorge der Bürger an die Zukunft des internationalen Finanzmarkts zu binden.

Was Herr Merz eventuell nicht weiß, ist, dass dieses System in Schweden bereits „schief“ gegangen ist. Viele Schweden haben ihre Altersvorsorge verloren und „durften“ länger als gedacht arbeiten.

Die Lösung ist einfach, aber der Staat scheint ja nicht viel von einfach zu halten. Wenn für die Bürger Goldkonten eingerichtet würden, hätten diese eine gesicherte Altersvorsorge, die zudem noch inflationsgeschützt ist.

In Deutschland kauft nur der Staat Gold, jeden Monat ca. 2 Tonnen. Dem einzelnen Bürger dagegen wird Gold „madig“ gemacht. Wie passt das zusammen?

Negativzinsen und Inflation – wie passt das zusammen?

Zum ersten Mal verlangt eine Bank in Deutschland nicht minus 0,5 oder 0,6 %, sondern -1 % Negativzins aufs Ersparte. Die Entwicklung wird immer ungünstiger für Privatkunden mit großen Bankguthaben.

Es gibt einen neuen Rekord bei den Negativzinsen zu vermelden, die Deutschlands Banken für große Einlagen verlangen. Wie das Internetportal Verivox berichtet, nimmt die PSD Bank Rhein-Ruhr ab sofort für Tagesgeldeinlagen von mehr als 500.000 Euro Negativzinsen in Höhe von -1 %. Für Guthaben von 100.000 Euro an würden -0,5 % berechnet.

Nach den Erhebungen von Verivox verlangen mittlerweile 277 Banken Negativzinsen von Privatkunden. Und nahezu täglich stoßen weitere Banken dazu. Darunter seien aktuell 100 Institute, die Sparern deutlich weniger als 100.000 Euro Freibetrag einräumten. Der Trend zu Negativzinsen hat einen neuen Höhepunkt erreicht.

Seit 2014 müssen Banken selbst Negativzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Einlagen bei der Zentralbank parken. Grundsätzlich gelten Negativzinsen zunächst immer nur für Neukunden. Will eine Bank auch ihren Bestandskunden Negativzinsen berechnen, muss sie das mit den Betroffenen individuell vereinbaren.

Die aktuell bestätigte Inflation beträgt 1,6 % – so wird uns erzählt. Doch jeder von uns, der einkaufen geht, merkt, dass das nicht stimmen kann, etwas überspitzt formuliert. Die echte Inflationsrate kann man leicht selbst ermitteln. Gold ist der Gegenspieler der Währungen. Vor 20 Jahren hat man für 100 Euro 12,3 Gramm Gold bekommen. Jetzt nicht einmal mehr 2 Gramm. Heißt, in 20 Jahren hat der Euro 85 % an Wert verloren. Somit ist die Inflation doppelt so hoch, wie uns erklärt wird.

Auf der einen Seite müssen wir bei den Banken Strafzinsen bezahlen und haben dann auf der anderen Seite noch mit über 3 % Inflation zu kämpfen. Beides sorgt systematisch für einen Wertverlust des Geldes, und anders ausgedrückt für eine Kaufkraftminderung.

Jeder hat die Aufgabe, sich um das eigene Geld zu kümmern. Eine Anlage tätigen, heißt keine Strafzinsen mehr. Diese Anlage muss mindestens 3,5 % Rendite nach Steuern erbringen, damit die Kaufkraft erhalten bleibt. 

Man sagt, dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist, was auch richtig ist. Das Geld auf dem Girokonto zu lassen, ist aber ebenfalls mit Risiko verbunden. Warum das so ist und welche Anlagen mehr als 3,5 % nach Steuern bringen, zeigen wir Ihnen gerne auf. 

Böses Erwachen

Nach der Pandemie werden wir ein anderes Deutschland vorfinden

Die Pandemie ist gekennzeichnet durch leere politische Versprechen. Deutschland hat mit seinem Mittelstand als wirtschaftlich stabilstes Land der Welt wegen des Lockdowns am meisten zu verlieren. Nach der Pandemie werden wir ein anderes Deutschland vorfinden. Es wird ein böses und trauriges Erwachen geben.

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie.

Merkel machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnungen möglich zu machen und dann anzupassen.

Doch den Bekundungen über angeblich geplante Lockerungen ist kein Vertrauen zu schenken. Die gesamten Entwicklungen erwecken den Anschein, dass sich das Bundesgesundheitsministerium, das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den Ball gegenseitig zuspielen. Schließlich sind das RKI und PEI zwei Bundesbehörden, die dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gegenüber weisungsgebunden sind.

Wahrscheinlicher ist das Szenario, dass die Bundesregierung zunächst behauptet, dass ein Plan zur schrittweisen Öffnung des Einzelhandels und weiterer Bereiche vorliege. Parallel dazu werden durch das RKI „Horror-Szenarien“ in die Welt gesetzt. Dies war bereits zu Beginn der Pandemie die offizielle Strategie. Die Zeitung „Die Welt“ hatte darüber berichtet, dass Wissenschaftler von der Bundesregierung eingespannt wurden, um eine „Schockwirkung“ innerhalb der Bevölkerung zu erzielen.

Der Mittelstand, der Einzelhandel und das Handwerk haben das Vertrauen in die Bundesregierung längst verloren. Natürlich können Fehler gemacht werden. Doch die Verbissenheit, mit der die Bundesregierung, ihre Virologen und Gesundheitsexperten ihre Maßnahmen durchgesetzt hatten, um dann noch kritische Nachfragen als „Verschwörungstheorien“ zu titulieren, hatte zum ersten Vertrauensverlust geführt.

Der zweite Vertrauensverlust erfolgte, als Jens Spahn den Menschen immer wieder falsche Versprechungen in Bezug auf die Öffnung von Geschäften machte. Spahn sagte im September 2020, dass die Schließung von „Friseuren“ und des „Einzelhandels“ im Verlauf der Pandemie mit dem heutigen Wissen falsch gewesen sei. Am 1. September 2020 sagt Spahn in Bottrop: „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“

Auch am 10. Oktober 2020 sagte Spahn „Wir werden jedenfalls nicht noch einmal solche Maßnahmen brauchen, wie im Frühjahr, weil wir heute auch mehr wissen. […] Wir wissen, dass wir im Einzelhandel, bei Frisören, im öffentlichen Nahverkehr […] mit AHA-Regeln, mit aufeinander aufpassen, keine Ausbrüche haben, kein Infektionsgeschehen oder so gut wie keine.“

Wieso müssen sich immer diejenigen rechtfertigen und schuldig fühlen, die auf die leeren Versprechen der Bundesregierung reingefallen sind?

Die dritte Welle des Vertrauensverlusts erfolgte, als die deutschen Unternehmer sahen, wie die versprochenen Finanzhilfen entweder gar nicht oder erst sehr verspätet ausgezahlt wurden. Dieser Zustand wird nun auch noch verschärft, da die Auszahlungen wegen Betrugsfällen pauschal gestoppt wurden.

Jetzt könnten die Protagonisten des Vorwurfs der „Verschwörungstheorie“ entgegnen, dass sich schließlich die gesamte Welt im Lockdown befinde. Deutschland stelle dabei keine Ausnahme dar. Dieses Argument erweckt den Eindruck der Richtigkeit. Allerdings wird dabei vergessen, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, das über einen Mittelstand verfügt, der weltweit als Vorbild herangezogen wird. Der Mittelstand ist die tragende Säule der deutschen Wirtschaft. 

Kurzum: Ja, es gibt weltweit einen Lockdown. Doch Deutschland hat unter allen Ländern am meisten zu verlieren, weil die Lockdown-Maßnahmen deutsche Branchen treffen, die in anderen Ländern als Säulen der Wirtschaft schlichtweg nicht oder kaum vorhanden sind.

All die Warnungen an die Politik, die sehr deutlich und scharf geäußert wurden, blieben und bleiben ungehört. Kritische Journalisten, die in einer Demokratie als vierte Kraft gegenüber allen Regierungen immer misstrauisch sein sollten, werden wie „Paria“ und „Staatsfeinde“ behandelt. Die „Großinquisitoren“ in Politik und Medien sind blind und ungerecht. Doch die professionellen Menschenfeinde und Demagogen, die sich unter dem Deckmantel der Kritik verstecken, sind es auch. Bei dieser Gruppe ist die Freude besonders groß, wenn es Deutschland schlecht geht, um daraus politischen Profit zu erzielen. Sie lieben Deutschland mit all seinen verschiedenen Menschen nicht.

Das Boot sinkt aber das böse Erwachen wird noch kommen. Deswegen ist es besonders wichtig, sein eigenes finanzielles Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nicht von „Unfähigen“ abhängig zu sein.

Ein Philosoph sagte einmal „Der wirkliche Wahnsinn ist Menschen Macht zu geben, die für Ihre Entscheidungen nicht zur Verantwortung gezogen werden können“.

Na Herzlich willkommen!!

Prognose für den Goldpreis

Grundsätzliche Einschätzungen zum Goldpreis

Nur wenige haben den Aufschwung der Edelmetallpreise nach der Jahrtausendwende vorausgesehen. Vergleichsweise viele waren es dann, die später den Blick in die Zukunft wagten. Die nächste Tabelle gibt einen Überblick über die Einschätzungen von Goldmarktexperten zur Entwicklung des Goldpreises bis zum mutmaßlichen Höhepunkt des laufenden Rohstoff- und Edelmetallzyklus, der voraussichtlich noch im Verlauf der erstten Hälfte des laufenden Jahrzehnts erreicht werden dürfte.

Goldpreisprognosen von Goldmarktanalysten

Person/Institution US-$ je Feinunze
Uwe Bergold (GR Asset Management)1 5.000
Yan Chen (Standard Chartered)2 5.000
Folker Hellmeyer (Bremer Landesbank)3 5.000
Harald Weygand (GodmodeTrader)4 5.000
75 weitere Analysten mit Prognosen von …5 … mind. 5.000 bis 20.000

Quelle: Cash-Online.de (2009), Der Gold Will Go to $5,000/ozt. – or More! (Internet: munknee.com/ 2011/06/update-these-90-analysts-believe-gold-will-go-to-5000ozt-or-more, Abruf vom 01.10.2012).

Das Erreichen eines Goldpreises von mindestens 5.000 US-$ je Feinunze Gold erfordert eigentlich nur, dass sich die nachfolgenden Trends in etwa wie erwartet fortsetzen:

  • Andauern des laufenden Rohstoff- und Edelmetallzyklus,
  • verstärkte Wahrnehmung der Endlichkeit der Ressourcen,
  • weiterer Vertrauensverlust in das Papiergeldsystem,
  • weiter steigende Investitionsnachfrage.

Im Folgenden werden Relationen zwischen dem Goldpreis und einigen Finanzmarktgrößen zahlenmäßig unterlegt, die darauf hindeuten, dass die Aufwärtsbewegung noch viel Luft nach oben hat:

  • Der Anteil von Gold und Goldminenaktien am Weltfinanzvermögen lag 1921 bei 28 %, 1932 bei 20 %, 1948 bei 30 % und 1981 bei 26 %. Ende 2009 betrug der Anteil (einschließlich ETFs) bei einem Weltfinanzvermögen von knapp 200 Billionen US-$ gerade einmal 2,6 %. Um den gleichen Anteil wie im Jahr 1981 zu erreichen, müsste der Goldpreis auf 12.000 US-$ steigen.
  • Um die Geldmenge MZM[3] der 37 weltweit bedeutendsten Industrieländer in Höhe von 53 Billionen US-$ (2009) mit deren Notenbankgold decken zu können, wäre ein Goldpreis von 58.000 US-$ vonnöten, könnte das gesamte weltweit verfügbare Gold herangezogen werden, müsste er auf 13.000 Tsd. US-$ steigen.
  • 1980 war die US-Geldmenge M1 zu 45 % durch Notenbankgold gedeckt, 2009 noch zu 5 %. Der Goldpreis müsste auf über 10.000 US-$ steigen, um die Deckung von 1980 zu erreichen.
  • Staats-, Banken- und Unternehmensanleihen betrugen Ende 2009 weltweit 92 Billionen US-$. Der Goldpreis müsste auf knapp 60.000 US-$ steigen, um den Rentenmarkt mit dem weltweit verfügbaren Notenbankgold vollständig decken zu können.
  • 1938 waren 55 % der US-Schulden durch die Goldbestände der US-Notenbank gedeckt, Anfang der 1980er-Jahre 17 % und 2009 – trotz seit 2001 verfünffachtem Goldpreis – nur noch 0,6 %. Der Goldpreis müsste auf 200.000 US-$ steigen, um die Schulden der privaten Haushalte, des Staates, der Unternehmen und der Banken der USA in Höhe von 52 Billionen US-$ (das 3,7-fache des US-Bruttoinlandsprodukts 2009) durch die US-Notenbankbestände abdecken zu können.
  • Das weltweite Derivate-Volumen betrug Ende 2009 690 Billionen US-$ (Mitte 2006: 260 Billionen US-$) und damit das 10-fache des seinerzeitigen Welt-Immobilienvermögens, mehr als das 10-fache des Welt-Bruttoinlandsprodukts, das 14-fache des weltweiten Aktienvermögens, das 125-fache des Werts der gesamten physischen Goldbestände und das 1.750-fache des Werts der weltweiten physischen Silberbestände.

Die ermittelten Zahlen „hinken“ natürlich immer einige Jahre hinterher und es wird fleißig Geld gedruckt. Die USA haben in einem Monat so viel Geld „erschaffen“ wie in der gesamten Geschichte des Bestehens.

Zusammengefasst müsste der Goldpreis pro Unze um das Weltfinanzvermögen abzubilden wohl eher 20.000 $, um eine goldgedeckte Währung der 37 bedeutenden Industrieländer zu ermöglichen eher 25.000 $, um die Geldmenge zu decken aktuell eher 60.000 $, der Anleihenmarkt hat sich ebenfalls vervielfacht, daher sind wohl eher 300.000 $, um die Schulden zu decken eher 500.000 $ und um den Faktor 1.000-2.000 um die Derivate, die Finanzwetten, abzudecken.

Der Goldpreis müsste damit zwischen 20.000 $ und 1.600.000 $ pro Unzen liegen.

Die Wahrheit liegt irgendwo dort und jeder kann ermessen, was für ein Wahnsinn aktuell am Papiermarkt (durch nichts gedeckt) herrscht. Wie lange wird es noch Vertrauen in den Dollar geben?

Jede Weltwährung hat in den letzten Jahrhunderten etwa ein Jahrhundert gehalten und die sind um.

 

Wie eine neue Geldtheorie den Armen helfen soll – aber nur die Inflation anheizt

Eine neue Geldtheorie verspricht – angeblich – die Lösung aller finanzpolitischen Probleme. Doch sie führt nur zur Inflation – und einem weiteren sehr unangenehmen Effekt, wie DWN-Kolumnist Ernst Wolff in seiner Analyse darlegt.

Das weltweit praktizierte hemmungslose Gelddrucken steht immer heftiger in der Kritik, weil es überwiegend einer ultrareichen Minderheit zugutekommt. Macht nichts, sagen die Anhänger der Modern Monetary Theory (MMT) und warten mit einer simplen Lösung auf: Man muss das Geld nur anders verteilen.
Der MMT zufolge sollten die Zentralbanken ihr per Mausklick geschaffenes neues Geld nicht wie bisher an den Bankensektor vergeben, sondern großenteils nach dem Gießkannenprinzip in Form von Helikoptergeld über der Bevölkerung ausschütten. So könne dafür gesorgt werden, dass auch Geringverdiener und Arbeitslose ein Auskommen hätten, dass niemand mehr unter die Armutsgrenze rutschen und die rasante Zunahme der sozialen Ungleichheit endlich ein Ende finden würde.
So verlockend diese Zukunftsvision klingen mag, so gefährlich ist sie. Sie verkennt nämlich nicht nur die Gefahren, die die hemmungslose Geldschöpfung mit sich bringt.
Zum besseren Verständnis dieses Prozesses muss man einen Blick auf die Entwicklung des globalen Finanzsystems im vergangenen Vierteljahrhundert und die zunehmende Bedeutung der Zentralbanken werfen.
Das globale Finanzsystem stand bereits mehrmals vor dem Zusammenbruch
1998 geriet ein US-Hedgefonds ins Trudeln und drohte, einen Dominoeffekt im Bankensystem auszulösen. Damals taten sich die betroffenen Geschäftsbanken unter der Führung der US-Zentralbank Federal Reserve (FED) zusammen, kauften den Hedgefonds für knapp vier Milliarden US-Dollar auf und entledigten sich so der fälligen Forderungen in Höhe von fast einer Billion US-Dollar. Die FED beteiligte sich nicht an den Zahlungen, bewahrte das System aber durch die Koordination der Rettungsaktion vor dem Zusammenbruch.
2007/08 erfolgte der nächste Beinahe-Zusammenbruch. Diesmal waren die Summen, um die es ging, allerdings so groß, dass die Geschäftsbanken überfordert waren. Also griffen die FED und die übrigen Zentralbanken direkt ins Geschehen ein. Sie schufen riesige Geldsummen aus dem Nichts, mit denen sie das System am Leben erhielten. Dadurch entstand allerdings ein Sogeffekt, der die Zentralbanken zwang, in den folgenden Jahren immer neues Geld zu schaffen und es zu immer niedrigeren Zinsen zu vergeben.
Da der Löwenanteil dieses Geldes nicht an die arbeitenden Menschen ging, sondern direkt in das globale Finanzcasino wanderte und dafür sorgte, dass es immer weiter ausuferte, nahm die Einkommensungleichheit weltweit dramatisch zu.
Der Keynesianismus und die Rolle des Staates
Um die MMT zu verstehen, muss man sich die zwei Strömungen ins Gedächtnis rufen, von denen die Volkswirtschaftslehre seit Jahrzehnten beherrscht wird – den Keynesianismus und den Neoliberalismus. Beide unterscheiden sich vor allem in der Einschätzung und der Bewertung der Rolle des Staates.
Den Keynesianern zufolge sollte der Staat in wirtschaftlichen Krisenzeiten direkt in das Geschehen eingreifen, beispielsweise durch die Finanzierung des Baus von Straßen, Brücken oder öffentlichen Gebäuden. Durch solche Infrastrukturprojekte würden Arbeitsplätze geschaffen, die Menschen würden wieder Geld verdienen und könnten durch ihren Konsum die Wirtschaft ankurbeln.
„Das Finanzwesen erschließt sich nur Fachleuten und braucht euch Normalbürger nicht zu interessieren, weil es euer Alltagsleben nur am Rande berührt“ – so wurde es uns jahrzehntelang eingebläut. Das Gegenteil ist der Fall: Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die Finanzindustrie zur mächtigsten Größe auf unserem Planeten entwickelt.”
Der Neoliberalismus dagegen verlangt vom Staat, sich so weit wie möglich aus dem Wirtschaftsgeschehen herauszuhalten. Er fordert vor allem die Deregulierung, also die Abschaffung einengender Regelungen für den Wirtschafts- und vor allem den Finanzsektor, und setzt dazu auf die Austeritätspolitik, also ein rigoroses Sparen des Staates.
Die MMT steht grundsätzlich auf der Seite des Keynesianismus, geht aber noch einen Schritt weiter. Sie verquickt nämlich die Rolle des Staates mit der der Zentralbank, wobei die Rollenaufteilung folgendermaßen aussieht: Die Zentralbank schafft Geld, während der Staat es in Gestalt von Steuern wieder einzieht.
Obwohl sämtliche Wirtschaftswissenschaftler bisher davon ausgingen, dass zwischen beiden Vorgängen ein Gleichgewicht bestehen müsse, behaupten die MMT-Anhänger das Gegenteil und verwiesen dazu auf das Beispiel Japan: Dort hat die Zentralbank in zwei Jahrzehnten mehr Geld ins System gepumpt als in irgendeinem anderen Land der Erde – ohne dass es zu einer nennenswerten Inflation gekommen ist.
Neuen Auftrieb haben die MMT-Fürsprecher in diesem Jahr durch die Rettung des globalen Finanzsystems nach dem Absturz des Ölpreises im März bekommen, in dessen Folge nicht nur hunderte von Milliarden, sondern Billionen an Dollars, Euros, Yen und britischen Pfund ins System gepumpt wurden, die ebenfalls keinen Inflationsschub erzeugt haben.
Der Haken an der Sache
Diese Argumentation hat aber einen Haken. Das von der Zentralbank geschaffene Geld konnte nämlich gar keine Inflation im Alltag bewirken, weil es nicht an die arbeitende Bevölkerung gegangen, sondern auf direktem Weg in die Taschen von Finanzspekulanten geflossen ist und diese es nicht in die Realwirtschaft, sondern in die Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkte gesteckt haben. Dort hat es tatsächlich eine gewaltige Inflation erzeugt, die man allerdings nicht so nennt, sondern als „Blasen“ bezeichnet.
Zudem lässt die MMT die historische Situation, in der wir uns zurzeit befinden, völlig außer Acht: Wir haben es nämlich seit dem Beinahe-Zusammenbruch des globalen Finanzsystems 2007/08 an den Finanzmärkten auf Grund der Geldinjektionen und der Zinssenkungen der Zentralbanken mit der höchsten Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten zu tun, die es jemals gegeben hat.
Die Umsetzung der MMT-Pläne würde diese Staatsverschuldung auf immer neue Rekordwerte treiben. Und nicht nur das: Da das neu geschaffene Geld nicht, wie seit 2007/08 in den Finanzsektor, sondern großenteils direkt an die arbeitenden Menschen ginge, würde es eine höhere Nachfrage nach Konsumgütern erzeugen – und die würde von der Industrie mit Sicherheit zu einer Erhöhung der Preise genutzt werden.
Das heißt: Sollte es tatsächlich zu einer Geldpolitik auf der Grundlage der MMT kommen, bekämen wir es schon sehr bald mit einer Inflation im Alltag zu tun. Diese wäre auch nicht mehr zu bremsen, denn um ihr entgegenzuwirken, bliebe nichts anderes übrig, als noch mehr Geld ins System zu pumpen. Auf diese Weise würde ein Kreislauf in Gang gesetzt, der nicht mehr zu stoppen wäre und der zwangsläufig über die Geldentwertung zu einer fortschreitenden Enteignung der arbeitenden Bevölkerung führen würde.
Die MMT löst also keines der Probleme, sondern schiebt sie nur vor sich her, schafft andere – neue – und schadet schlussendlich der Mehrheit der Bevölkerung.
Wer sich fragt, wie nah wir der Einführung eines solchen Systems sind, der muss nur wenige Monate zurückschauen: Im März und im April 2020 haben die Zentralbanken die größten Summen aller Zeiten mobilisieren und den Leitzins auf Null oder fast Null drücken müssen, um das System zu retten.
Beim nächsten Crash bliebt ihnen daher nur die Möglichkeit, noch größere Billionensummen zu schaffen und den Leitzins unter Null zu senken, womit das aktuelle Bankensystem mit Sicherheit zerstört würde. Um das zu vermeiden, gäbe es dann aus heutiger Sicht nur zwei Auswege: die Einführung des digitalen Zentralbankgeldes oder eine vollkommene Neugestaltung des bestehenden Geldsystems.
Da nur die erste Variante die bestehenden Machtverhältnisse unangetastet lässt, sollte es niemanden verwundern, dass zurzeit mit Hochdruck an ihrer möglichst schnellen Umsetzung gearbeitet wird.
Wie kann sich der „Normalbürger“ schützen?
Ganz klar durch Sachwerte, denn das Geld wird weniger wert. Mobile Sachwerte sind das Beste – kaufen Sie Gold und Silber. Bei uns.

Börse in Zeiten von Corona

Die Welt steckt mitten in der Corona-Krise. Die Wirtschaft ist schwer angeschlagen, aber dennoch hat der Aktienindex DAX in nur 3 Monaten rund 50 Prozent an Wert gewonnen. Auch in den USA erholen sich die Kurse. Wie geht das und vor allem, wie nachhaltig ist es?
Plötzlich war sie da, die Wirtschaftskrise und fast genauso plötzlich verschwindet sie wieder. Durch den weltweiten Ausbruch von Corona brachen die Märkte so schnell ein, wie noch nie. Der DAX verlor in gerade einmal 28 Tagen 39 Prozent seines Wertes. Dies ist der schnellste Verlust seit Anbeginn seiner 30-jährigen Geschichte.
Doch so rasant wie der Fall auch war, so zügig erholt sich die Börse wieder. Seit seinem Tiefpunkt am 18. März, hat das Börsenbarometer inzwischen schon wieder um ganze 52 Prozent zugelegt und ist damit nur noch 7 Prozent von seinem Vorkrisenstand entfernt. Dem schnellsten Verlust der Geschichte folgt damit der schnellste Aufschwung nach einem Börsencrash.
Geht da noch alles mit rechten Dingen zu? Schließlich ist die Wirtschaftskrise noch lange nicht ausgestanden. Im April sind die deutschen Exporte um 31 Prozent eingebrochen. Millionen Menschen sind in Kurzarbeit. In den USA sind die Arbeitslosenzahlen hochgeschossen wie noch nie. Wie passt das zusammen?
Grund für diesem Boom ist die Gelpolitik der Zentralbanken, sowie die Hilfspakete der Regierungen.
Die US-Notenbank FED senkte einerseits den Leitzins auf null und kaufte andererseits seit Anfang März Anleihen und Wertpapiere für mehr als 2 Billionen Dollar. Die Europäische Zentralbank stockte ihr Anleihekaufprogramm um 600 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro auf und die Regierungen beschließen Konjunkturmaßnahmen in Billionenhöhe.
Da angesichts niedriger Zinsen weiterhin Alternativen fehlen, geben Investoren das billige Geld aus, um Aktien zu kaufen und treiben damit die Kurse in schwindelerregende Höhen.
Unternehmen haben mit Hilfe von Krediten – Geld ist ja aktuell günstig – eigene Aktien zurückgekauft, oder andere Unternehmen übernommen. All das hat aber nichts mit Wirtschaftswachstum zu tun. Im Gegenteil. Das Wirtschaftswachstum in Europa schwächt sich immer mehr ab. Fachleute sind überzeugt, dass der Markt erneut abstürzen wird und aufgrund der vielen globalen Verknüpfungen deutlich schneller als zuvor. Aber auch hier würden die Zentralbanken und Regierungen reagieren, um einen Kollaps so gut wie möglich zu verhindern.
Wer dann für diese Staatsschulden aufkommen soll, fragen wir uns lieber nicht, sondern hoffen mal, dass Ihre Kinder eine gute Bildung und einen gut bezahlten Job bekommen. Genauso wie Ihre Enkel.
Für die Gesellschaft wird jedenfalls die Kluft zwischen steigenden Aktienkursen und wachsenden Staatsschulden zur Belastungsprobe. Denn wie immer gewinnen die Reichen, für Menschen ohne Vermögenswerte wird es dagegen hart.
Will man dieses Szenario verhindern, müsste die EZB die Staatsanleihen wiederverkaufen. Das würde aber Staaten wie z. B. Italien in den Bankrott treiben. Also dürfte klar sein, auf wessen Rücken das Ganze ausgetragen wird.
Wir empfehlen daher erst einmal abzuwarten wie sich die Kurse an der Börse entwickeln. Bis dahin können Sie Ihr Geld sinnvoll in mobile Sachwerte wie Gold und Silber investieren. Kommt der Börsencrash, werden die Werte der Edelmetalle steigen und dann kann man sich immer noch überlegen, ob man an der Börse wieder einsteigen möchte.