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Archiv für die Kategorie: Allgemein

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Der weltweite Derivate-Handel ist vergleichbar mit einer „tickenden Zeitbombe“

in Allgemein

Der weltweite Derivate-Handel stellt eine Gefahr für das internationale Finanzsystem dar. Wenn der Markt crashen sollte, wären auch die Pensionen von Millionen Europäern betroffen.

Derivate sind von Finanzgeschäften abgeleitete „Wetten“, die nur zum Zeitpunkt der „Wetteinlösung“ bewertbar sind. Beispiel: 2 Investoren wetten um 100.000 € auf einen bestimmten Stand des DAX (Deutscher Aktienindex) am 31.12.2022. Der Gewinner und Verlierer stehen erst am 31.12.2022 fest. Vorher ist es ein schwebendes Geschäft.

Doch wie groß ist dieser Markt? Die weltweiten Schulden liegen bei 270 Billionen Dollar. Der Derivatemarkt ist ca. 8-mal so groß – 2.100 Billionen. Den genauen Wert kennt niemand, da die meisten Geschäfte wie im obigen Beispiel nur zwischen Investoren laufen und nicht an den Börsen gehandelt werden. Auf Grund dieser immensen Größe ist das Derivategeschäft nicht nur für eine einzelne Bank eine tickende Zeitbombe. Vielmehr ist das ganze Finanzsystem davon bedroht. Die internationalen Verflechtungen über den Derivatemarkt sind massiv. Geht in einem Finanzinstitut die Derivate-Bombe aufgrund erheblicher Verluste hoch, hat dies dramatische Folgen – auch für andere Banken. Da diese ähnlich wie bei der Immobilienblase 2008 ihre eigenen Risiken als neue Finanzprodukte verpackten und weiterverkauft haben. Eine Kettenreaktion wäre die Folge. Die Gefahr beim Derivaten-Handel ist, dass der Emittent, der die Derivate ausgibt -also auch für sie haftet- in die Pleite schlittert. In solch einem Fall hat der Anleger das Nachsehen.
Zuletzt drohte ein solches Dilemma bei dem Schuldenschnitt in Griechenland. Wäre dies als Pleite des griechischen Staates eingestuft worden, hätte dies eine Auszahlung der Kreditversicherungen (CDS) auf griechische Staatsanleihen zur Folge gehabt. Je nach Menge der ausgegebenen Kreditversicherungen hätten etliche Anbieter dieser CDS vor erheblichen Verlusten gestanden.

Ursprünglich waren Kreditderivate als Absicherung gedacht. Mit der Weitergabe des Kreditrisikos einer Bank im Falle einer möglichen Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers an Dritte, sollte das Kreditrisiko der Bank selbst verringert werden. Aber auch gegen Preisschwankungen werden Derivate herangezogen.

Doch die reine Absicherung ist schon lang nicht mehr Hauptgrund für die Investition in Derivate. Vielmehr kann man mit ihnen auf steigende und fallende Kurse setzen und mit kleinem Einsatz im Glücksfall immense Gewinne erzielen – aber eben auch massive Verluste. Ein Markt, völlig dereguliert und mit einem erheblichen Risiko letztlich für die Steuerzahler, wenn der Staat gezwungen ist, die jeweilige Bank zu verstaatlichen.

Aus einem Papier der Ruhr-Universität Bochum geht hervor: „Heute bezieht sich nur noch ein geringer Teil des Derivathandels auf stoffliche Handelswaren. Der überwiegende Teil bezieht sich auf Finanzprodukte wie Wertpapiere oder marktbezogene Referenzgrößen wie z.B. Zinssätze. Der Markt für Derivate ist heute ein wesentlicher Bestandteil der internationalen Finanzmärkte. Derivate wurden deswegen so beliebt, weil sie eine Art Hebelwirkung ausüben: Sie bieten verhältnismäßig hohe Gewinne (oder Verluste) bei niedriger Anfangsinvestition. Dies macht sie aber auch so riskant. Wenn eine Bank wegen unkontrollierter Hebelwirkungen von Derivaten enorme Summen verliert und deswegen andere Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann, droht ein Dominoeffekt.“

Die Deutsche Bank sitzt immer noch auf einem großen Berg an Derivaten, also an Finanzprodukten, deren Preise und Entwicklung vom Preis anderer Finanzprodukte abhängen. Die Gesamtsumme beläuft sich laut Geschäftsbericht aus 2019 auf 35.000.000.000.000 € (35 Billionen), die nicht in der Bilanz auftaucht. Die Bilanzsumme beträgt 1,3 Billionen € bei Barbeständen von 50 Mrd. €.

Das Problem mit den Derivaten lässt sich in der Praxis folgendermaßen erklären:
Die reale Wirtschaft produziert nicht mehr genug Wachstum, um die alternde Bevölkerung in Europa zu ernähren. Daher müssen die Pensions-Fonds immer höhere Profite machen. Dies wiederum führt dazu, dass auch solide Anleger von den Banken auf Teufel komm raus Renditen fordern. Die Antwort der Finanz-Industrie sind die Derivate. Hier werden künstliche Gewinne produziert, mit denen die Rentner „ruhiggestellt werden sollen“.

OTC Handel mit Derivaten (außerbörslich gehandelte Derivate) hat keine Standardisierung, Reglementierung etc. (d.h. Vertragspartner sind von der Bonität der Gegenpartei abhängig), Kann der Vertragspartner nicht mehr zahlen, platzt der Handel. Geht man nun davon aus, dass der Handel mit Derivaten nach wie vor oft sehr undurchsichtig ist, wird deutlich, wie schnell es zu faulen Krediten oder zu einem Verlust der Liquidität des Vertragspartners kommen kann. Betrachtet man dann die Billionen, die im Derivathandel gehandelt werden, wird deutlich, dass hier eine tickende Zeitbombe vorliegt, die jederzeit explodieren kann.

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/06/casino-1030852_1920.jpg 1275 1920 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-06-07 08:20:282021-06-07 08:21:17Der weltweite Derivate-Handel ist vergleichbar mit einer „tickenden Zeitbombe“

Sicherheit in den heutigen Zeiten

in Allgemein, Geldanlage

Um die heutige finanzielle Sicherheit beurteilen zu können, schauen wir erst einmal zum Vergleich in die Vergangenheit zurück.

Leider wird finanzielle Bildung in unserem Land bisher nicht in der Schule unterrichtet. Die allermeisten von uns denken, dass das, was uns von den Banken oder Bausparkassen angeboten wird, schon richtig und gut sei.
2010 war auch noch vieles richtig und gut. Es gab um die 3 % Zinsen und die Inflation lag bei 1,5 %. Somit bestand ein Wertzuwachs bei unseren angelegten Geldern. Die meisten Menschen haben dabei sogar nur die 3 % gesehen und die allgemeine Teuerung (Inflation) überhaupt nicht berücksichtigt. Versicherungsverträge haben 5 % pro Jahr an Wertzuwachs versprochen, die gesetzliche Rente war sicher, die Arbeitslosigkeit niedrig und die Welt war in Ordnung.

Wie sieht es jetzt 11 Jahre später aus?

Die heutige Situation möchten wir Ihnen anhand eines Beispiels erläutern: Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Girokonto ohne Limit, an dem Sie sich bedienen können und das Geld irgendwann zurückgeben können. Schlaraffenland? Nein, europäische Union! Staaten dürfen sich auf diese Weise Geld „leihen“. Somit wird sich viel mehr geleistet als eigentlich möglich ist und die Schulden der Länder wachsen immer weiter an. Mit den Schulden wachsen auch die Zinsen in Summe. Diese können nur reduziert werden, indem die Zinssätze herabgesetzt werden. Und da sind wir jetzt, bei 0 %!
Wenn die Zinsen um ca. 2 % steigen würden, wären vermutlich mindestens fünf Staaten der EU bankrott. Das würde auch das Ende des Euro -so wie wir ihn kennen- bedeuten.
Dadurch, dass es keine Zinsen mehr gibt, stöhnen auch die Banken und Versicherungen, die somit erheblich weniger verdienen. Das merkt man unter anderem daran, dass die Versicherungen schon seit Jahren ihre Überschussleistungen immer weiter reduzieren und die Banken jetzt schon Strafzinsen für Kontoguthaben erheben.
Jetzt könnte man sagen: „Aber bis 100.000 € ist mein Geld ja bei Insolvenz einer Bank geschützt.“ Da viele Banken aber untereinander Geschäfte machen, gäbe es vermutlich einen Dominoeffekt und es würden mehrere Banken in Schieflage geraten. Tritt dies ein, ist der Entschädigungsfonds per Gesetz von der Leistung befreit – der Schutz ist also nicht einmal das Papier wert, auf dem er steht. Sie haben zwar einen Anspruch auf das Geld auf Ihrem Girokonto, aber es gehört der Bank. Sie haben „nur“ eine Forderung gegen die Bank.
Zum Schutze der Versicherungen gibt es den § 314 VVG, der es erlaubt, die Leistungen herabzusetzen. Das gilt nicht nur für zukünftige Leistungen, sondern auch schon für bestehende!
Die gesetzliche Rente ist ein Umlageverfahren. Das heißt, Sie zahlen für die aktuellen Rentner, aber wer zahlt für Sie? Die Arbeitsbevölkerung wird kleiner und die Menschen immer älter. Auch hier wird die Kluft immer größer.
Um die Schäden durch die Coronapandemie aufzufangen, wurde sehr viel Geld „gedruckt“. Daraus resultiert letztendlich eine noch höhere Inflation. Heißt, unser Geld wird weniger wert, es verliert an Kaufkraft. Um ein Beispiel zu nennen: 1 US-Dollar aus 1971 hat heute noch eine Kaufkraft von weniger als 2 Cent. Leicht zu rechnen: eine Unze Gold hat 1971 35 US-Dollar und heute 1870 US-Dollar gekostet! Teilen Sie einfach 35/1870, dann sehen Sie das Ergebnis.
Und warum geben die Staaten nicht zu, dass die echte Inflation höher als angegeben ist? Weil Sie dann die Sozialleistungen erhöhen müssten, und das kann sich kein Staat leisten…

Fazit:

Die Lage ist ernst. Viel ernster, als die meisten denken. Aber nicht hoffnungslos! Viele Staaten kaufen Gold in erheblichem Maße. Eventuell ist wieder eine goldgedeckte Währung geplant. Das wäre für so viele von Vorteil, denn dann würden die Schuldenorgien enden.
Machen Sie es wie die Staaten und kaufen Sie Gold und Silber. Die beiden Metalle haben in den letzten 5.000 Jahren jede Krise überstanden. Natürlich gibt es auch hier einiges zu beachten. Wir erklären Ihnen gern, was das ist!

 

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/05/photo-1604780403125-e1cefdc0089a.jpeg 1221 1525 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-05-21 10:57:352021-05-21 10:57:53Sicherheit in den heutigen Zeiten

Finanzlexikon – Ein „ungeliebtes Thema“ verständlich erklärt

in Allgemein

Wann wurden eigentlich die ersten Münzen hergestellt und aus welchem Material bestehen sie?

Das erste Münzgeld wurde in China erfunden und bestand unter anderem aus Kupfer und Bronze. Um Einheitlichkeit zu gewehrleisten, wurden die Münzen unter strenger Aufsicht der Regierung hergestellt.

Da die Münzen allerdings aus unedlem Metall von geringem Wert produziert wurden, konnten sie leicht imitiert werden.

Die ersten Münzen im Westen tauchten ca. 650 v. Chr. in der heutigen Westtürkei auf. Sie wurden aus Elektrum hergestellt, einer natürlichen Legierung aus Gold und Silber.

Mit der Einführung eines Standards zur Feststellung der Reinheit wurden die Münzen in Gold- und Silbervarianten geteilt. Da Gold ca. 15-mal seltener als Silber ist, bestanden die Münzen mit kleinem Nennwert aus Silber, die mit großem aus Gold.

In späteren Reichen wurde ein Geldsystem eingeführt, welches auf Gold basierte. Der Wert der Währung sorgte für den Machterhalt. Soldaten wurden mit Gold und Silber bezahlt.

Der Untergang des römischen Reiches hatte unter anderem damit zu tun, dass der Wert der Münzen wegen immer geringer werdenden Edelmetallgehalt sank. Schon damals mussten Kriege teuer bezahlt werden. Um Christi Geburt hatte eine römische Silbermünze einen Silbergehalt von 95 %. 300 Jahre später noch 0,07 %. Das nennt man Inflation. Heute wird diese durch immer neues Drucken von Papiergeld verursacht – aber dazu später mehr.

Nach dem Untergang des römischen Reiches kehrte die Wirtschaft zum Tauschhandel zurück.

Der Besant oder Solidus (Goldmünze) wurde von 491 v. Chr. bis 1453 n. Chr. von England bis China als Geldmittel akzeptiert. Der Florin, Vorläufer des niederländischen Guldens, wurde bis 1999 akzeptiert.

Die Kaufleute aus Venetien brachten das Monopol der Geldausgabe durch die Könige letztendlich zu Fall. 1275 benötigte man acht Silbermünzen, um eine Goldmünze gleichen Gewichts zu erhalten. Heute müsste eine Unze Silber dementsprechend nicht 22 Euro, sondern 189 Euro kosten. Was für ein riesiges Potential, wenn die Preismanipulationen nicht stattfinden würden…

Da Silber günstiger ist als Gold, sind diese Münzen alltagstauglicher. Ab ca. 1550 übernahmen Silbermünzen die Rolle des Geldes. 1785 führten die USA einen Silberstandard ein. Durch ständige Handelsdefizite mit China (die Chinesen wollten nur in Silber bezahlt werden, ziemlich schlau!) ging viel Silber nach Osten und die Silberstandards (im Westen) verschwanden nach und nach.

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/05/photo-1521897258701-21e2a01f5e8b.jpeg 900 1350 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-05-07 11:44:332021-05-08 19:39:20Finanzlexikon – Ein „ungeliebtes Thema“ verständlich erklärt

Finanzlexikon – Ein „ungeliebtes Thema“ verständlich erklärt

in Allgemein

Woher kommt Geld und wie wurde Gold zu Geld?

Vor 10.000 Jahren gab es kein Geld, so wie wir es kennen. Mit der Entwicklung der Gesellschaft entstand der Tauschhandel und auch der Kredit.

Der Tauschhandel ist das einfachste Handelssystem, auf das in Krisenzeiten auch heute noch zurückgegriffen wird. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde beispielsweise viel Zigaretten gegen andere Güter eingetauscht.

2001 bekam Argentinien keine Kredite mehr und innerhalb einer sehr kurzen Zeit entstand ein Tauschhandelsmarkt. Noch 2013 lieferte Iran Erdöl gegen Gold nach China und Indien. 

Der Tauschhandel hat allerdings auch einige Nachteile, da der Bedarf nicht immer konstant ist und verderbliche Waren im Wert schwanken.

Es wurden bereits seltene Steine, Muscheln oder auch Getreide als Tauschmittel verwendet.

Doch welche Merkmale sollten Tauschgüter überhaupt haben? Leicht teilbar, tragbar und begrenzt verfügbar sollten sie sein, damit man tauschen, rechnen und sparen kann.

Bereits 700 vor Christus haben viele Völker Gold und Silber als wertvolles Tauschmittel identifiziert. Es ist unmöglich diese Edelmetalle zu imitieren. Von allen Elementen des Periodensystems sind Gold und Silber am besten als Zahlungsmittel geeignet. Aufgrund ihrer einzigartigen Merkmale, Knappheit und Anziehungskraft auf den Menschen bildeten diese Edelmetalle vor tausenden von Jahren die Grundlage der Währungssysteme auf unserer Welt. 

Edelmetalle sind auch ein ausgezeichnetes Wertaufbewahrungsmittel. Hierzu möchten wir Ihnen ein kleines Beispiel zeigen: Im British Museum in London ist eine 2.000 Jahre alte Münze ausgestellt. Diese ist 8 Gramm schwer und besteht zu 90 % aus Gold. Damals konnte man dafür 400 Liter billigen Wein kaufen. Auch heute würde man für diese Münze so viel billigen Wein kaufen können. Was man allerdings mit 400 Liter billigen Wein anstellen soll, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Der Wunsch nach Gold und Silber ist dagegen ewig.

Fortsetzung folgt …

Im nächsten Beitrag erläutern wir Ihnen, seit wann es Münzen gibt und machen einen kurzen Abriss zum Thema „Goldgeld“. 

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/04/gold-1633073_1920.jpg 1006 1920 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-04-23 13:57:382021-04-23 13:58:40Finanzlexikon – Ein „ungeliebtes Thema“ verständlich erklärt

Altersvorsorge neu gedacht?

in Aktuelles, Allgemein, Geldanlage

Wenn es nach dem Millionär Friedrich Merz geht, soll der Gesetzgeber die Deutschen zur privaten, kapitalmarktorientierten Altersvorsorge verpflichten. Dadurch würde die Altersvorsorge an das Schicksal der Börsen gekoppelt werden. Bei einem Crash würden die Deutschen alles verlieren.

Friedrich Merz hat einen Führungsanspruch innerhalb der CDU. Doch seine Ansichten über die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sind offenbar nicht sehr zeitgemäß. Am 11. Juni 2019 veröffentlichte die Zeitung „Die Zeit“ einen Gastbeitrag: „Immer noch arbeiten Millionen deutscher Beschäftigter in börsennotierten Aktiengesellschaften, deren Erfolg von Millionen ausländischer Aktionäre vereinnahmt wird. Kaum ein börsennotiertes Unternehmen in Deutschland hat noch mehrheitlich deutsche Aktionäre. Daran muss sich etwas ändern, aber daran lässt sich nur etwas ändern, wenn in Deutschland eine neue Kultur des Aktiensparens entsteht und sich daraus eine neue Teilhabe am Erfolg der Marktwirtschaft entwickelt. Ich bin, anders als früher, heute auch der Auffassung, dass der Gesetzgeber eine Verpflichtung zur privaten, kapitalmarktorientierten Vorsorge für das Alter ernsthaft prüfen sollte, in welcher Form auch immer“, führt er darin aus.

Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass er die Bürger dazu verpflichten will, eigenständig in Aktien zu investieren. Doch der Aktienmarkt ist volatil – was passiert, wenn es an den Börsen zu einem Crash kommt? Schließlich ist es die Aufgabe des Staats, für die Altersvorsorge der Steuerzahler Sorge zu tragen. Die Bürger gehen an die Wahlurnen, um Politiker und Parteien als Repräsentanten des Volks an die Macht zu hieven – und keine börsennotierten Großkonzerne.

In einem Interview mit der „FAZ“ hatte Merz zuvor gesagt: „Es hilft, die Vorzüge des Aktiensparens anhand von einigen wenigen Zahlen zu verdeutlichen. Wer heute fünf Euro am Tag in einen Indexfonds (ETF) investiert, der die Wertentwicklung sagen wir des deutschen M-Dax nachbildet, legt 150 Euro im Monat an – eine Summe, die für viele Haushalte machbar ist. Nach zehn Jahren haben Sie 18.000 Euro eingezahlt. Daraus wären mehr als 40.000 Euro geworden.“

Fünf Euro am Tag sollen die Bürger also täglich in Aktienfonds investieren, wenn es nach Merz geht. Diese Aussage verdeutlicht, dass dem altgedienten CDU-Politiker und Ex-Black-Rock-Vertreter der Sinn für die wirtschaftlichen Realitäten der Deutschen fehlt. 

Die Altersvorsorge an die „Schwingungen“ der Börse zu koppeln, und sei es auch nur teilweise, ist mehr als nur gefährlich. Die weltweiten Börsen profitieren seit dem Jahr 2008 von der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken – sie leben und überleben auf Pump. Doch ein Börsencrash in den USA im Jahr 2021, der sich auch auf die europäischen Börsen desaströs auswirken würde, ist mehr als nur wahrscheinlich.

Umso verwunderlicher ist die feste Überzeugung von Merz, die Altersvorsorge der Bürger an die Zukunft des internationalen Finanzmarkts zu binden.

Was Herr Merz eventuell nicht weiß, ist, dass dieses System in Schweden bereits „schief“ gegangen ist. Viele Schweden haben ihre Altersvorsorge verloren und „durften“ länger als gedacht arbeiten.

Die Lösung ist einfach, aber der Staat scheint ja nicht viel von einfach zu halten. Wenn für die Bürger Goldkonten eingerichtet würden, hätten diese eine gesicherte Altersvorsorge, die zudem noch inflationsgeschützt ist.

In Deutschland kauft nur der Staat Gold, jeden Monat ca. 2 Tonnen. Dem einzelnen Bürger dagegen wird Gold „madig“ gemacht. Wie passt das zusammen?

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/04/profit-1139013_1920-e1617964979994.jpg 931 1920 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-04-09 12:45:072021-04-09 12:45:07Altersvorsorge neu gedacht?

Negativzinsen und Inflation – wie passt das zusammen?

in Aktuelles, Allgemein

Zum ersten Mal verlangt eine Bank in Deutschland nicht minus 0,5 oder 0,6 %, sondern -1 % Negativzins aufs Ersparte. Die Entwicklung wird immer ungünstiger für Privatkunden mit großen Bankguthaben.

Es gibt einen neuen Rekord bei den Negativzinsen zu vermelden, die Deutschlands Banken für große Einlagen verlangen. Wie das Internetportal Verivox berichtet, nimmt die PSD Bank Rhein-Ruhr ab sofort für Tagesgeldeinlagen von mehr als 500.000 Euro Negativzinsen in Höhe von -1 %. Für Guthaben von 100.000 Euro an würden -0,5 % berechnet.

Nach den Erhebungen von Verivox verlangen mittlerweile 277 Banken Negativzinsen von Privatkunden. Und nahezu täglich stoßen weitere Banken dazu. Darunter seien aktuell 100 Institute, die Sparern deutlich weniger als 100.000 Euro Freibetrag einräumten. Der Trend zu Negativzinsen hat einen neuen Höhepunkt erreicht.

Seit 2014 müssen Banken selbst Negativzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Einlagen bei der Zentralbank parken. Grundsätzlich gelten Negativzinsen zunächst immer nur für Neukunden. Will eine Bank auch ihren Bestandskunden Negativzinsen berechnen, muss sie das mit den Betroffenen individuell vereinbaren.

Die aktuell bestätigte Inflation beträgt 1,6 % – so wird uns erzählt. Doch jeder von uns, der einkaufen geht, merkt, dass das nicht stimmen kann, etwas überspitzt formuliert. Die echte Inflationsrate kann man leicht selbst ermitteln. Gold ist der Gegenspieler der Währungen. Vor 20 Jahren hat man für 100 Euro 12,3 Gramm Gold bekommen. Jetzt nicht einmal mehr 2 Gramm. Heißt, in 20 Jahren hat der Euro 85 % an Wert verloren. Somit ist die Inflation doppelt so hoch, wie uns erklärt wird.

Auf der einen Seite müssen wir bei den Banken Strafzinsen bezahlen und haben dann auf der anderen Seite noch mit über 3 % Inflation zu kämpfen. Beides sorgt systematisch für einen Wertverlust des Geldes, und anders ausgedrückt für eine Kaufkraftminderung.

Jeder hat die Aufgabe, sich um das eigene Geld zu kümmern. Eine Anlage tätigen, heißt keine Strafzinsen mehr. Diese Anlage muss mindestens 3,5 % Rendite nach Steuern erbringen, damit die Kaufkraft erhalten bleibt. 

Man sagt, dass jede Anlage mit Risiko verbunden ist, was auch richtig ist. Das Geld auf dem Girokonto zu lassen, ist aber ebenfalls mit Risiko verbunden. Warum das so ist und welche Anlagen mehr als 3,5 % nach Steuern bringen, zeigen wir Ihnen gerne auf. 

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/03/euro-1353420_1920.jpg 1280 1920 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-03-26 16:04:282021-03-26 18:07:48Negativzinsen und Inflation – wie passt das zusammen?

Böses Erwachen

in Aktuelles, Allgemein

Nach der Pandemie werden wir ein anderes Deutschland vorfinden

Die Pandemie ist gekennzeichnet durch leere politische Versprechen. Deutschland hat mit seinem Mittelstand als wirtschaftlich stabilstes Land der Welt wegen des Lockdowns am meisten zu verlieren. Nach der Pandemie werden wir ein anderes Deutschland vorfinden. Es wird ein böses und trauriges Erwachen geben.

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts der Sorgen vor einer dritten Corona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie bei möglichen Öffnungen plädiert. Öffnungsschritte müssten gekoppelt mit vermehrten Tests klug eingeführt werden, sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen des CDU-Präsidiums. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie.

Merkel machte demnach deutlich, dass sie drei Bereiche sehe, für die man Pakete einer Öffnungsstrategie schnüren müsse. So gehe es zum einen um den Bereich der persönlichen Kontakte, zum zweiten um das Thema Schulen und Berufsschulen sowie um ein drittes Paket mit Sportgruppen, Restaurants und Kultur. Ziel sei es, Pakete zu schnüren, um Öffnungen möglich zu machen und dann anzupassen.

Doch den Bekundungen über angeblich geplante Lockerungen ist kein Vertrauen zu schenken. Die gesamten Entwicklungen erwecken den Anschein, dass sich das Bundesgesundheitsministerium, das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) den Ball gegenseitig zuspielen. Schließlich sind das RKI und PEI zwei Bundesbehörden, die dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gegenüber weisungsgebunden sind.

Wahrscheinlicher ist das Szenario, dass die Bundesregierung zunächst behauptet, dass ein Plan zur schrittweisen Öffnung des Einzelhandels und weiterer Bereiche vorliege. Parallel dazu werden durch das RKI „Horror-Szenarien“ in die Welt gesetzt. Dies war bereits zu Beginn der Pandemie die offizielle Strategie. Die Zeitung „Die Welt“ hatte darüber berichtet, dass Wissenschaftler von der Bundesregierung eingespannt wurden, um eine „Schockwirkung“ innerhalb der Bevölkerung zu erzielen.

Der Mittelstand, der Einzelhandel und das Handwerk haben das Vertrauen in die Bundesregierung längst verloren. Natürlich können Fehler gemacht werden. Doch die Verbissenheit, mit der die Bundesregierung, ihre Virologen und Gesundheitsexperten ihre Maßnahmen durchgesetzt hatten, um dann noch kritische Nachfragen als „Verschwörungstheorien“ zu titulieren, hatte zum ersten Vertrauensverlust geführt.

Der zweite Vertrauensverlust erfolgte, als Jens Spahn den Menschen immer wieder falsche Versprechungen in Bezug auf die Öffnung von Geschäften machte. Spahn sagte im September 2020, dass die Schließung von „Friseuren“ und des „Einzelhandels“ im Verlauf der Pandemie mit dem heutigen Wissen falsch gewesen sei. Am 1. September 2020 sagt Spahn in Bottrop: „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“

Auch am 10. Oktober 2020 sagte Spahn „Wir werden jedenfalls nicht noch einmal solche Maßnahmen brauchen, wie im Frühjahr, weil wir heute auch mehr wissen. […] Wir wissen, dass wir im Einzelhandel, bei Frisören, im öffentlichen Nahverkehr […] mit AHA-Regeln, mit aufeinander aufpassen, keine Ausbrüche haben, kein Infektionsgeschehen oder so gut wie keine.“

Wieso müssen sich immer diejenigen rechtfertigen und schuldig fühlen, die auf die leeren Versprechen der Bundesregierung reingefallen sind?

Die dritte Welle des Vertrauensverlusts erfolgte, als die deutschen Unternehmer sahen, wie die versprochenen Finanzhilfen entweder gar nicht oder erst sehr verspätet ausgezahlt wurden. Dieser Zustand wird nun auch noch verschärft, da die Auszahlungen wegen Betrugsfällen pauschal gestoppt wurden.

Jetzt könnten die Protagonisten des Vorwurfs der „Verschwörungstheorie“ entgegnen, dass sich schließlich die gesamte Welt im Lockdown befinde. Deutschland stelle dabei keine Ausnahme dar. Dieses Argument erweckt den Eindruck der Richtigkeit. Allerdings wird dabei vergessen, dass Deutschland das einzige Land auf der Welt ist, das über einen Mittelstand verfügt, der weltweit als Vorbild herangezogen wird. Der Mittelstand ist die tragende Säule der deutschen Wirtschaft. 

Kurzum: Ja, es gibt weltweit einen Lockdown. Doch Deutschland hat unter allen Ländern am meisten zu verlieren, weil die Lockdown-Maßnahmen deutsche Branchen treffen, die in anderen Ländern als Säulen der Wirtschaft schlichtweg nicht oder kaum vorhanden sind.

All die Warnungen an die Politik, die sehr deutlich und scharf geäußert wurden, blieben und bleiben ungehört. Kritische Journalisten, die in einer Demokratie als vierte Kraft gegenüber allen Regierungen immer misstrauisch sein sollten, werden wie „Paria“ und „Staatsfeinde“ behandelt. Die „Großinquisitoren“ in Politik und Medien sind blind und ungerecht. Doch die professionellen Menschenfeinde und Demagogen, die sich unter dem Deckmantel der Kritik verstecken, sind es auch. Bei dieser Gruppe ist die Freude besonders groß, wenn es Deutschland schlecht geht, um daraus politischen Profit zu erzielen. Sie lieben Deutschland mit all seinen verschiedenen Menschen nicht.

Das Boot sinkt aber das böse Erwachen wird noch kommen. Deswegen ist es besonders wichtig, sein eigenes finanzielles Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nicht von „Unfähigen“ abhängig zu sein.

Ein Philosoph sagte einmal „Der wirkliche Wahnsinn ist Menschen Macht zu geben, die für Ihre Entscheidungen nicht zur Verantwortung gezogen werden können“.

Na Herzlich willkommen!!

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2021/03/boeses_erwachen.jpg 1277 1920 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-03-12 14:52:202021-04-23 13:59:42Böses Erwachen

Buchempfehlung

in Allgemein

In Zeiten in denen sich jeder ein bisschen für das Thema Finanzen interessieren sollte, habe ich ein Buch gefunden, das nahezu alles in leichter einfach verständlicher Form erklärt.

 

Willem Middelkoop – Der große Neustart

 

Das Buch hat insgesamt 92 Kapitel, aber keine Angst, kein Kapital ist länger als vier Seiten. Man kann natürlich sich einzelne Kapital vornehmen, aber ich habe das Buch gelesen und festgestellt, dass vieles aufeinander aufbaut. Selbst das Thema Finanzen ist nicht langweilig.

 

Es geht um 6 große Themen:

  1. Die Geschichte des Geldes
  2. Zentralbanker: die Alchemisten unserer Zeit
  3. Die Geschichte des Dollar
  4. Ein Schuldenplanet
  5. Der Krieg gegen das Gold
  6. Der große Neustart

 

Wenn durch die Lektüre Fragen aufgetaucht sind, werde ich gern Rede und Antwort stehen.

https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png 0 0 FAIRMASTER konzept https://fairmaster-konzept.com/wp-content/uploads/2015/05/FAIRMASTER-Logo.png FAIRMASTER konzept2021-02-01 07:20:452021-02-01 07:20:45Buchempfehlung

Warum der Goldpreis 2021 weiter steigen dürfte

in Allgemein

Die Zentralbanken haben 2020 die Basis gelegt für einen massiven Anstieg des Goldpreises im kommenden Jahr. Der seit August zu beobachtende geringfügige Rückgang könnte in Kürze vorüber sein.

 

In einer außergewöhnlichen Rallye war der Goldpreis bis Anfang August auf über 2.060 Dollar pro Unze gestiegen, bevor er nun in eine stärkere Korrekturphase eingetreten ist. Allerdings liegt der Goldpreis noch immer rund 20 Prozent höher als vor einem Jahr, und die historischen Eingriffe der globalen Zentralbanken können letztlich nur eine Wirkung haben, nämlich dass Stärke des Edelmetalls anhalten wird.

Vor dem Hintergrund des globalen Gelddruckens – allein die EZB hat kürzlich ihre Anleihekaufprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) um 500 Milliarden auf 1,85 Billionen Euro ausgeweitet – stellt sich die Frage, warum in der Folge keine Hyperinflation eingetreten ist. Jeden Monat (sic!) wächst die Geldmenge in der Eurozone um einen zweistelligen Prozentsatz.

Bei den Verbraucherpreisen findet sich diese Ausweitung der Geldmenge kaum wieder. Ein Grund dafür mag sein, dass der zur Berechnung der Inflationsrate genutzte Warenkorb kontinuierlich angepasst wird und dass einige wichtige Preise gar nicht erst in den Index einfließen, darunter etwa der Preis für Mieteigentum.

Warum steigen die Verbraucherpreise nicht?

Ein entscheidender Grund dafür, dass die Verbraucherpreise trotz allen Gelddruckens nicht durch die Decke schießen, sind die von den Zentralbanken bewirkten niedrigen Zinsen. Die Daten zeigen, dass weniger konsumiert und mehr gespart wird, wenn die Zinsen sehr niedrig oder sogar negativ sind. Denn die Bürger bekommen es dann mit der Angst zu tun und fürchten, dass ihre Renten künftig nicht ausreichen werden.

Während niedrige Zinsen und wirtschaftlich unsichere Zeiten die Bürger zum Konsumverzicht drängen, bewirken sie bei den Finanzministern das genaue Gegenteil. Die Staaten weltweit machen in dieser Lage ungehemmt neue Schulden. Auch in Deutschland steigen die Staatsschulden dieses Jahr wieder erheblich – voraussichtlich um rund 379 Milliarden Euro auf 2,278 Billionen Euro.

Damit erreicht die Staatsschuldenquote hierzulande (ohne die Risiken aus Target 2) bei 68,7 Prozent, was im Vergleich mit den USA gering ist. Die US-Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP wird dieses Jahr voraussichtlich auf 131,1 Prozent ansteigen. Noch im Jahr 1971, als der damalige Präsident Richard Nixon den Dollar und somit alle Währungen der Welt vom Gold abkoppelte, lag die Quote bei 33 Prozent.

Nixon sagte damals, dass die Abkopplung vom Gold eine „vorübergehende Maßnahme“ sei. Das war vor 50 Jahren. Und vor elf Jahren im Nachklang der großen Finanzkrise sagte der damalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke, dass es sich bei den massiven Ausweitungen der Geldmenge um „temporäre Notfallmaßnahmen“ handle. Auch dies kam letztlich anders. Der Notfall ist die neue Normalität.

Gelddrucken und Umverteilung nehmen Fahrt auf

Die politischen Reaktionen auf das Coronavirus haben die Wirtschaft stark geschädigt, was die Staaten dazu veranlasste, ihre Haushaltsdefizite stark zu erhöhen. Möglich ist dies allein dadurch, dass die Zentralbanken der Welt das dafür nötige Geld drucken. Auf diese Weise haben die Zentralbanken aber auch die historische Wertpapierblase weiter aufgeblasen, während wachsende Teile der Realwirtschaft vor dem Konkurs stehen.

Regierungen und Zentralbanken scheinen gemeinsam darauf abzuzielen, die Wirtschaft zu zerstören, den Bürgern untragbare Schuldenlasten aufzubürden und die Besitzer von Wertpapieren reich zu machen. Dieses historische Experiment ist eine entscheidende Ursache für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich auf der ganzen Welt. Vor allem die Milliardäre haben ihre Vermögen dieses Jahr deutlich vermehren können.

Schulden und Gelddrucken führen im besten Fall lediglich zu einer Umverteilung von jenen, die das Geld erhalten, zu jenen, die es über Steuern oder Inflation zurückzahlen müssen. Doch in der Regel ist es deutlich schlimmer, denn das Gelddrucken führt außerdem dazu, dass das gedruckte Geld verschwenderisch eingesetzt wird und dass es teils verheerende Finanzblasen bewirkt.

Staaten können Schulden nie wieder zurückzahlen

Wer seine Schulden abbauen will, muss seine Ausgaben kürzen oder seine Einnahmen vergrößern. Das gilt zumindest für den Bürger. Für die heutigen Staaten hingegen gilt, dass sie weder das eine noch das andere tun können. Denn vor dem Hintergrund einer kranken Wirtschaft steigen die Erwartungen an sie, ihre Ausgaben wie versprochen zu erhöhen, und aus einer kranken Wirtschaft kann der Staat auch weniger Steuern einnehmen.

Um die heutigen Schuldenniveaus abzubauen, bräuchte es ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung wäre dies wohl nur mit massiven Produktivitätssteigerungen und einer von Bürokratie befreiten Wirtschaft möglich – sowie mit einer Zentralbank, die das extreme Gelddrucken und die Finanzierung der Staaten mit der Notenpresse einstellt. Doch nichts dergleichen ist absehbar.

Daher sehen die Staaten und Zentralbanken derzeit nur einen Weg, nämlich ihre Währungen durch Gelddrucken zu schwächen, damit die Staaten ihre Schulden mit gedrucktem Geld bezahlen können, das in der Folge immer weniger wert wird. Und weil dadurch die Kaufkraft der Währungen abnimmt, muss irgendwann auch der Goldpreis steigen. Dies hat bereits langsam begonnen, dürfte sich aber noch stark beschleunigen.

 

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Der Crash rückt näher

in Allgemein

Wir stehen vor dem größten Vermögensumverteilung aller Zeiten

 

EZB und Fed mischen mit ihrer Geldflut den Markt auf. Billionen fließen ins System. Das wird Folgen haben – doch Anleger können sich vor dem Crash schützen.

 

Innerhalb weniger Wochen sind global Billionen Dollar, Euro und andere Währungen durch Konjunkturprogramme der Staaten oder durch Maßnahmen der Notenbanken ins System gepumpt worden, um gegen den Wirtschaftseinbruch und Arbeitslosigkeit anzukämpfen.

 

Was wir in den letzten Wochen gesehen haben wird in die Geschichtsbücher eingehen: Wir haben die größte Krise der letzten 100 Jahre und sind inmitten eines historischen Wirtschaftseinbruchs. Das führte zu Rekord-Arbeitslosenzahlen in den USA (44,206 Millionen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in nur 12 Wochen!) und einem Allzeithoch bei den Kurzarbeitern in Deutschland (11,72 Millionen Kurzarbeiter). Wie sieht das größte Konjunkturpaket aller Zeiten in Zahlen aus?

 

Schauen wir erstmal in die USA:

die Zinsen wurden auf null Prozent gesenkt und auch die Aufkaufprogramme wieder angeleiert. Die Bilanzsumme der US-Notenbank Fed hat sich in nur wenigen Wochen fast verdoppelt auf 7,168 Billionen Dollar! Parallel sind die US-Staatsschulden um über 2 Billionen Dollar auf über 26 Billionen Dollar hochgeschnellt.

 

Problem ist nur, dass diese Billionen immer weniger wirken und kaum positive Effekte und Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben wie man am folgenden Chart erkennen kann:

 

Der WEI-Index (weekly economic index) ist ein hervorragender Index der realwirtschaftlichen Aktivität und korrespondiert gut mit dem BIP-Wachstum. Ein aktueller Indexstand von minus 10,0 Punkten, zeigt einen BIP-Verlust, nach klassischer deutscher Lesart zum Vorjahresquartal an. Der WEI zeichnet zehn wöchentliche wirtschaftliche Indikatoren nach und bildet diese als Index ab, so die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die fortgesetzten Ansprüche auf Arbeitslosenversicherung, bereinigte Einkommens- und Lohnsteuerdaten, Traffic des Eisenbahnverkehrs, Output der Stahlproduktion, dem Großhandelsverkauf von Benzin, Diesel und Kerosintreibstoff sowie des wöchentlichen durchschnittlichen US-Stromverbrauches. Alle Bestandteile in einem Index.

 

Immer mehr bricht sich der Cantillon Effekt durch. Dieser ist benannt nach dem irischen Ökonomen Richard Cantillon. Er führt dazu, dass das frisch geschaffene Geld aus dem Nichts zuallererst in die nächste Umgebung fließt (kleiner Tipp: Banken- und Finanzsektor) und dafür sorgt, dass die Börsen und Immobilienmärkte weiter inflationiert nach oben gepusht werden.

 

Diese sind nun in eine gefährliche Abhängigkeit der Notenbanken getreten. Wie abhängig die Märkte vom billigen Geld der Notenbanken sind, zeigt sich auch daran, dass die Börsen letzte Woche kräftig eingeknickt sind. Grund war: Die Fed hat die Aufkäufe von US-Staatsanleihen gesenkt von anfangs der Coronakrise 60 Mrd. Dollar täglich, auf nur noch 5 Mrd. Dollar täglich. Dann letzte Woche ging es noch weiter abwärts: Die Bilanzsumme der US-Notenbann stieg in der letzten Woche NUR um plus 3,71 Mrd. Dollar zur Vorwoche. Das könnte noch interessant werden, wer dann die Unmengen an frisch emittierten Staatsanleihen (neue Staatsschulden) aufsaugen soll und ob die Zinssätze dann niedrig bleiben können. Die Fed wird weiter Gas geben, ihr bleibt gar nichts anderes übrig. Sie ist in der Zwickmühle. Und der Chef der Fed hat schon verkündet, dass man nicht mal darüber nachdenkt ob man über Zinserhöhungen nachdenken soll.

 

Auch die EZB flutet kräftig mit

Hat man mit dem Denken generell aufgehört bei den Notenbanken dieser Welt? Anders sind die verzweifelten Maßnahmen und das gigantische Notenbankexperiment nicht zu erklären. Bis 2022 wird der Zins bei null Prozent sein, eventuell sogar eher in den Negativbereich sinken. Wenn die Staatsanleihen aber ebenso auf zwei bis drei Prozent in den Minusbereich sinken, dann müssen die Notenbanken die Zinsen erhöhen und dann ist Schicht im Schacht, dann werden wir eine Deflation sehen, die sich gewaschen hat. Und genau davor haben die Notenbanken große Angst.

 

Auch die EZB: Schauen wir uns an was da so abgeht: Schon jetzt steht die die Bilanz der Notenbank für 47 Prozent des BIP der Eurozone.  Die Target2 Salden Deutschlands sind bei über 900 Milliarden Euro. Das ist erwirtschaftetes Vermögen, welches wir verliehen haben, um unsere Exporte zu subventionieren. Eine selten dämliche und nicht nachhaltige Wirtschaftspolitik. Das ist so als wenn sie als Besitzer eines Lebensmittelgeschäftes einem Stammkunden stetig die Rechnung anschreiben, um irgendwann zu erkennen, dass er nicht solvent ist und nicht zahlen kann. Deutschland ist der Ladenbesitzer und Italien und andere Länder die Stammkunden.

 

Parallel wurde das PEPP Programm zur Bekämpfung der Coronakrise um 600 Milliarden Euro auf 1,35 Billionen Euro aufgestockt. Wie erwartet, hat man den Einlagesatz bei minus 0,5 Prozent belassen. Auch hier werden wir keine Zinserhöhungen sehen.

 

Fazit: Es ist kurz vor Zwölf!

Bitte nicht vergessen, dass die Notenbanken mit dem Gelddrucken schon vor Corona angefangen haben. Im September 2019 musste die amerikanische Notenbank in den Repo Markt massiv eingreifen (durch in Schwierigkeiten geratene Fonds hat der Staat nicht werthaltige Papiere erworben und zur Rettung Geld in den Markt gegeben). Teilweise mit bis zu 650 Milliarden Dollar pro Woche!

Auch die EZB begann schon im November 2019 mit der Wiederaufnahme des Aufkaufprogramms nur zehn Monate nach dem man es für beendet erklärt hatte. Dies startete mit einem Volumen von 20 Milliarden Euro pro Monat – eine Art Abschiedsgeschenk von Mario Draghi an Christine Lagarde. Aktuell stehen hier 2,8 Billionen Euro im Feuer. Tendenz stark steigend.

Aber schon jetzt hat die Geldorgie der Notenbanken den kompletten Anleihemarkt verzerrt vielleicht sogar schon zerstört. Denn ebenso historisch ist, dass 90 Prozent der Staatsanleihen unter ein Prozent notieren. Altersvorsorge ade, Banken- und Versicherungssterben voraus!

Das Finanzsystem ist schwer krank. Jetzt sind wir im Stadium wie 1999. Bald werden wir mit der Realität konfrontiert werden und die Seifenblase wird zerplatzen. Es wird der größte Crash aller Zeiten. Aufgebläht und beschleunigt durch die fatale Geldpolitik der Notenbanken.

 

Was Anleger jetzt tun können

Wie sollte man sich gegen diese Geldflut wappnen? Umso mehr Geld ins System gepumpt wird desto mehr muss man in durch die Natur limitierte Werte setzen als eine Art Vermögenssicherung, Werterhaltung seiner Kaufkraft. Durch die maximale Liquidität kommen wir in eine Inflation und schließlich vielleicht sogar eine Hyperinflation. Das Ganze wird enden mit dem größten Crash aller Zeiten respektive mit Währungsschnitt, Währungsreform einhergehend mit enormen Abgaben und vielen neuen Steuern.

 

Handeln Sie jetzt und sichern Ihre Werte wie die Staaten es tun. Kaufen Sie Gold und Silber.

 

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