Die etwas andere Neujahrsmitteilung

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern sowie unseren Kundinnen und Kunden ein gesundes, erfolgreiches und vor allem finanziell stabiles Jahr 2026.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres lohnt es sich, einen kritischen Blick auf das eigene Vermögen zu werfen. Mehr denn je gilt: Wer sein Geld erhalten will, muss es aktiv schützen. Die weltweiten Schuldenexzesse, expansive Geldpolitik und strukturellen Ungleichgewichte lassen sich nicht unbegrenzt fortsetzen. Ein scheinbar kleiner Auslöser kann genügen, um bestehende Systeme ins Wanken zu bringen.Ein solcher Baustein rückt dabei zunehmend in den Fokus: Silber.

Silber: unterschätzt, begrenzt, systemrelevant

Silber war bereits im Mittelalter ein zentraler Treiber des globalen Handels. Heute spielt es erneut eine Schlüsselrolle – allerdings nicht nur als Edelmetall, sondern als strategischer Rohstoff.

Wer Anfang 2025 auf eine entsprechende Positionierung gesetzt hat, konnte bis heute deutliche Wertzuwächse verzeichnen. Trotz zwischenzeitlicher Schwankungen liegt die Performance – selbst nach Abzug handelsüblicher Spannen – signifikant im Plus – und zwar satte 163 %.

 

Eine Frage der Wahrnehmung

Wir Deutschen sind ein verrücktes Volk. „Hast Du schon gesehen, Silber ist 4 % gefallen“, lautet so manche Aussage. Dass es davor deutlich gestiegen ist und auch danach wieder weitersteigt, wird natürlich nicht erwähnt. Innerlich erweckt das bei mir Kopfschütteln und jede Menge Fragezeichen. Es zeigt sich immer wieder ein bekanntes Muster: Kurzfristige Rücksetzer sorgen für Verunsicherung, während langfristige Trends ausgeblendet werden. Doch Preisbewegungen verlaufen niemals linear. Korrekturen gehören zu jedem Markt – entscheidend ist, warum sie entstehen und wie nachhaltig sie sind.

Marktmechanik statt Marktlogik: künstliche Korrekturen

In den vergangenen Monaten kam es mehrfach zu technisch provozierten Preisrückgängen, insbesondere außerhalb regulärer Handelszeiten. In Phasen geringer Liquidität können automatisierte Verkaufsorders Ausschläge verursachen – ohne dass sich an den fundamentalen Rahmenbedingungen etwas geändert hätte.

Auch Anpassungen bei Margin-Anforderungen im Terminhandel führten kurzfristig zu Verkaufsdruck. Solche Effekte sind bekannt, wirken jedoch meist nur temporär. Entscheidend ist: Der Markt hat sich bislang jedes Mal rasch stabilisiert.

Fundamentale Knappheit: die stille Krise am Silbermarkt

Während sich viele Marktteilnehmer auf Kursbewegungen konzentrieren, lohnt ein Blick hinter die Kulissen:

  • Silber ist ein begrenzter Rohstoff
  • Der industrielle Bedarf steigt rasant – insbesondere durch die Energiewende
  • Allein die bis 2030 geplanten Solaranlagen benötigen ein Vielfaches der aktuellen Jahresförderung
  • Ein Großteil des weltweiten Silberhandels läuft über China

Zum Jahresbeginn 2026 hat China zudem regulatorische Maßnahmen umgesetzt, die den Export von physischem Silber erheblich einschränken. Lieferungen in westliche Märkte bleiben aus. Gleichzeitig sind die Fördermengen in anderen Ländern bereits langfristig für industrielle Abnehmer verplant.

Das Ergebnis: Ein strukturelles Angebotsdefizit, das sich nicht kurzfristig beheben lässt.

 

Breaking News:

Samsung sichert sich aktuell so viel Silber wie möglich. Hintergrund ist der enorme Materialbedarf neuer Mega-Autobatterien: Pro Batterie werden rund ein Kilogramm Silber benötigt, was derzeit etwa 2.700 Euro reine Materialkosten verursacht.

 

Ausblick 2026: Warum Silber weiter Potenzial bietet

Nach einem Anstieg von über 150 % innerhalb eines Jahres erwarten viele Marktteilnehmer automatisch eine größere Korrektur. Doch diese Erwartung blendet die fundamentale Lage aus.

Bei einem aktuellen Preisniveau von rund 80 US-Dollar pro Unze erscheinen deutlich höhere Bewertungen keineswegs unrealistisch. Preise von 200 US-Dollar und darüber liegen – unter Berücksichtigung von Angebot, Nachfrage und geopolitischen Entwicklungen – im Bereich des Möglichen.

Für langfristig orientierte Anleger ergeben sich weiterhin interessante Einstiegsfenster.

Mut zur Abweichung

Vermögensschutz bedeutet nicht, jedem Trend hinterherzulaufen – sondern bewusst andere Wege zu gehen, wenn die Faktenlage es nahelegt.

Oder, sinngemäß nach Albert Einstein: Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen den Mut, fundierte Entscheidungen zu treffen, bestehende Annahmen zu hinterfragen – und ein spannendes, erfolgreiches Jahr 2026.