Garantie

Garantien sind sicher, Garantien sind gut

Hatten Sie auch das Gefühl, dass vor ein paar Jahren beim Thema Altersvorsorge nichts ohne Garantien ging? Bei den Versicherern lief damals nichts ohne sie, selbst die Politiker wurden durch die starke Lobby der Versicherer von ihrer Notwendigkeit überzeugt.
Plötzlich redet aber kaum noch einer davon. Nun gibt es „kapitalmarktnähere Produkte“ mit geringen Garantien oder fondsgebundene Lebensversicherungen, bei denen Garantien ganz weg fallen.

Aber warum ist das so?

Garantien sind teuer. Wir haben bereits über die Brisanz der Zinszusatzreserve berichtet. Durch das niedrige und zum Teil negative Zinsniveau auf europäische Staatsanleihen, ist es enorm schwer diese Garantien überhaupt noch zu erfüllen. Die Fondsmanager mussten die letzten Jahre ca.  80 – 90 % im sogenannten „Absicherungskapital“ anlegen. Das Geld wurde also in risikoarme festverzinsliche Wertpapiere angelegt. Zum Ende der Laufzeit haben sie auf diese Art die garantierte Mindestsumme für ihre Kunden angespart. Mit dem restlichen Geld wurde dann spekuliert. Schließlich muss ein Unternehmen auch Geld einnehmen. Ging alles gut, freuten sich die Manager. Schlug diese Investition fehl, war zumindest noch das garantierte Kapital für die Kunden da, das in der Zwischenzeit angewachsen ist.

Bei den aktuellen Zinsen muss man wahrscheinlich bereits um die 98 % des Kapitals in die Absicherung stecken. Keine Chance Geld „sinnvoll“ anzulegen. Wen überrascht es da, dass immer mehr Versicherer ihre Lebensversicherungen loswerden wollen?

Und was ist überhaupt mit den Garantien der alten Versicherungspolicen? Darf man sich da auf seinen 3,5 – 4 % Rendite ausruhen? Abgesehen davon, dass es Möglichkeiten gibt, mehr Rendite zu erwirtschaften, ist keine Garantie sicher! Die Versicherer haben einen Notausstieg. Sie können eine Anfrage beim Bundesamt der Finanzen stellen und nach Absprache die Garantien senken. So geschehen bereits beim Marktführer der Allianz. Also auch wenn vielleicht ein großer Name dahinter steht, überprüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen. Wir können gerne Alternativen mit Ihnen besprechen!